UPDATE: Greenpeace-Neuseeland: Aktion gegen neue Shell-Bohrungen in der Arktis geht weiter / Aktivisten demonstrieren gegen Auslaufen des ersten Bohrschiffes
ID: 580934
Greenpeace-Aktivisten setzen ihre Aktion gegen geplante Ölbohrungen
an einem von Shell gecharterten Öl-Bohrschiff im Hafen von New
Plymouth fort. Der Grund: Das Schiff, die "Noble Discoverer" ist auf
dem Weg in die Arktis, um dort im Juli mit der Ölsuche zu beginnen.
Seit 13 Stunden befinden sich Kletterer auf dem Bohrturm des Schiffes
und haben dort Banner mit der Forderung: "Stopp Shell" und "Schützt
die Arktis" gehängt. Eine der Aktivistinnen an Bord ist Lucy Lawless,
die als "Xena - The Warrior Princess" internationale Erfolge feierte.
Seit den frühen Morgenstunden (MEZ) informieren Greenpeace-Aktivisten
zudem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Shell vor den
Konzernzentralen in Deutschland, Norwegen, Finnland, Dänemark und
Schweden über die Aktion. Greenpeace fordert den Stopp der
industriellen Ausbeutung der Arktis. Ölkonzerne dürfen für die Arktis
keine Bohrlizenzen erhalten.
"Ein Ölunfall in der Arktis würde dieses einmalige Ökosystem
zerstören, eine Beseitigung des Öls ist in dieser Region so gut wie
unmöglich", sagt der deutsche Greenpeace Sprecher Kai Britt, der sich
in New Plymouth befindet. Extreme Wetterbedingungen, niedrige
Temperaturen und ein kurzes Zeitfenster in den Sommermonaten machen
das Bohren nach Öl in der Arktis zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen großen
Ölunfall, wie "Deepwater Horizon", in dieser Region zu beherrschen.
Shell schafft Präzedenzfall in der Arktis
Shell ist der erste große internationale Ölkonzern, der die
Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Wenn bei den Bohrungen
in diesem Sommer Öl gefunden wird, werden andere Öl-Konzerne mit
Milliardeninvestitionen nachziehen und ebenfalls in die Region gehen.
Experten vermuten etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel= 159 Liter)
Öl in der Arktis, das meiste davon unter dem Meeresboden. Diese Menge
würde reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa drei Jahre
zu decken.
"Konzerne wie Shell ziehen einen Vorteil aus dem durch den
Klimawandel abschmelzenden arktischen Meereis, um in bisher
unerreichbare Regionen vorzudringen, noch mehr Öl zu fördern und
damit den Klimawandel weiter anzuheizen", so Britt. "Es wird Zeit,
dass wir unsere Abhängigkeit vom Öl beenden, die
Milliardeninvestitionen umlenken in saubere Technologien, damit den
Klimawandel ernsthaft bekämpfen und die Arktis schützen".
Mitmachaktion im Internet
Zeitgleich zur Aktion in Neuseeland startet Greenpeace im Internet
eine Mitmachaktion. Unterstützer können unter
http://www.greenpeace.org/savethearctic eine Protestmail an den
verantwortlichen Geschäftsführer von Shell, Peter Voser, senden.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Kai Britt vor Ort, Tel.
0171-8780804 oder Pressesprecher Björn Jettka unter Tel.
0171-8780778. Fotos erhalten Sie unter Tel. 040-30618377,
Videomaterial zum Download vom ftp-Server, Infos dazu unter Tel.
0171- 8780778. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
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Datum: 24.02.2012 - 09:00 Uhr
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Stadt:
New Plymouth - Neuseeland
Kategorie:
Energie & Umwelt
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