Erbgut, Erziehung und Epigenetik prägen den Menschen
Zwillingsforschung zeigt, wie sich Gene im Laufe des Lebens durch Umwelteinflüsse verändern können
ID: 581171
mit der gleichen DNA geboren, können sich im Alter aber sehr
voneinander unterscheiden. Dafür verantwortlich sind Umwelteinflüsse,
Lebensweise und Ernährungsgewohnheiten, die auf die Gene einwirken.
Das berichtet NATIONAL GEOGRAHIC DEUTSCHLAND in der Titelgeschichte
der ab heute erhältlichen März-Ausgabe. Neben Erbgut und Erziehung
gilt die "Epigenetik" als dritte Komponente bei der Prägung des
Menschen. So können Umwelteinflüsse, wie Ernährung oder Rauchen, die
Anheftung von Molekülen an ein Gen fördern, die die Funktion eines
Gens verändern. Das kann zufällig geschehen, aber Wissenschaftler
untersuchen zurzeit, ob und wie man auch gezielt in die
epigenetischen Prozesse eingreifen kann, um die Wirkung der Gene zu
beeinflussen. So weiß man mittlerweile, dass Gene durch bestimmte
chemische Anhängsel blockiert werden können und versucht, diese
Blockade durch Medikamente aufzuheben und neue Optionen für die
Therapie von Krankheiten zu schaffen.
Die Untersuchungen von getrennt aufgewachsenen eineiigen
Zwillingen und der Vergleich eineiiger und zweieiiger Zwillinge
zeigen besonders gut, welchen Einfluss die Gene auf einen Menschen
haben - und welchen Anteil die Umwelt hat. Da die vielen
Gemeinsamkeiten eineiiger Zwillinge genetisch bedingt sind, werden
die Unterschiede zwischen ihnen - die im Alter übrigens zunehmen -
der Wirkung der Epigenetik zugerechnet. Der Einfluss der Umwelt ist
allerdings begrenzt, bei bestimmten Körperwerten wie Blutdruck oder
Cholesterin dominieren die genetischen Faktoren. Dass die Epigenetik
hier keinen Einfluss hat, zeigen umfangreiche Forschungen mit
eineiigen Zwillingen, die getrennt von einander aufgewachsen sind und
ein ähnliches Erkrankungsrisiko hatten.
Eineiige Mehrlinge, wie die zuletzt in Leipzig geborenen
Vierlinge, sind für die Forschung deshalb besonders interessant, weil
sie die gleiche Erbinformation tragen. Unterschiede - ob
gesundheitlich, charakterlich oder geistig - sind also wahrscheinlich
immer auf Einflüsse von Erziehung oder Umwelt zurückzuführen.
Außerdem kann man Ergebnisse von Untersuchungen an eineiigen
Zwillingen mit denen an zweieiigen vergleichen. Zweieiige sind aus
verschiedenen Eizellen hervorgegangen und haben nur die Hälfte ihrer
DNA gemeinsam. Wenn einige Krankheiten bei eineiigen Zwillingen
häufiger bei beiden auftreten als bei zweieiigen, dürfte das
identische Erbgut dafür die Ursache sein.
Weitere Informationen sowie das Cover der aktuellen Ausgabe
schicken wir Ihnen gerne zu.
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Datum: 24.02.2012 - 12:08 Uhr
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