Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan
ID: 581637
Demokratie, Menschenrechte, Anti-Terror-Kampf: Das stand lange im
Mittelpunkt der westlichen Afghanistan-Politik. Mittlerweile sprechen
die Regierungen in Washington, London und Berlin aber nur noch über
das eine: Abzug!
Das ist leichter gefordert als getan. Gerade im Krieg ist das ein
äußerst schweres Manöver, wie sich nun wieder zeigt. Der deutsche
Außenposten in Talokan ist zwar militärisch unbedeutsam. Er könnte
aber auch Sinnbild für ein baldiges Scheitern dieser Friedensmission
sein.
Denn die Bundeswehr zog nicht geordnet ab, sondern floh aus Angst,
den Zorn aufgebrachter Afghanen zu spüren zu bekommen. Statt sich im
Rahmen einer feierlichen Übergabe-Zeremonie von den Würdenträgern von
Talokan zu verabschieden, machten sich die deutschen Soldaten in
einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus dem Staub.
Offensichtlich reichten 300 Steine werfende Demonstranten aus,
damit die Bundeswehr das Lager räumte. Die Taliban können somit einen
weiteren Propagandaerfolg feiern - diesmal sogar, ohne einen einzigen
Schuss abgegeben zu haben. Das ist bitter.
Viel spricht dafür, dass der gesamte Afghanistan-Krieg so traurig
endet wie die kleine deutsche Militärmission in Talokan. Oder glaubt
jemand ernsthaft, der unberechenbare Präsident Karsai wird noch ein
Demokrat, die Taliban friedlich und die Gesellschaft
frauenfreundlich? Wenn die NATO weg ist, schlägt die Stunde der
Extremisten.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.02.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 581637
Anzahl Zeichen: 1765
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 211 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w
Wolfgang Kubicki: "Eine inhaltliche Neuaufstellung auf dem Parteitag brauchen wir nicht" / Designierter FDP-Parteichef will ehemalige Wähler "mit klarer Sprache" zurückholen ...
Der Kandidat für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki, hat kurz vor dem Parteitag der Liberalen in Berlin erklärt, dass er eine inhaltliche Neuaufstellung der FDP derzeit nicht für notwendig hält. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 74-Jährige: "Eine inhaltliche N
Wolfgang Kubicki will E-Auto-Subventionen streichen / Designierter FDP-Parteichef hält Förderung für nicht zielführend - "Französische und chinesische Anbieter und reiche Eltern profitieren& ...
Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält die staatliche Förderung von E-Autos für nicht zielführend und würde sie komplett streichen, um mit dem Geld Steuersenkungen zu ermöglichen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er: "Die E-Mobilitäts-Subventionen kön
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Berliner Zeitung: Kommentar zu Serbiens EU-Kandidaten-Status ...
Serbien den ersehnten Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen führt den Menschen dort und in der Region vor Augen geführt, dass es sich lohnt, demokratische Strukturen zu stärken und den Ausgleich mit den Nachbarn zu suchen. Die Botschaft lautet: Der Weg zur Mitgliedschaft ist noch lang
WAZ: Unmögliche Mission - Kommentar von Gudrun Büscher ...
Der Rückzug der Bundeswehrsoldaten vom Stützpunkt Talokan in die Festung nach Kundus spricht Bände. Wütende Afghanen hatten das Lager mit Steinen angegriffen. Die Unruhen, die die nach amerikanischem Bekunden "versehentlichen" Koran-Verbrennungen ausgelöst hatten, wollen nicht abf
Mindener Tageblatt: Kommentar zu Afghanistan / Auf dem Rückzug ...
Strategischer Rückzug sieht anders aus. Mit fliegenden Fahnen hat die Bundeswehr ihren Außenposten Talokan geräumt, weil man nicht noch eigene Kollateralschäden wegen der sträflichen Dummheit amerikanischer Koranverbrenner riskieren wollte. Schließlich sollte der vorgeschobene Stützpunkt o
Neues Deutschland: zum Rückzug der Bundeswehr in Afghanistan ...
Die Bundeswehr hat sich zurückgezogen. Noch nicht aus Afghanistan, aber aus Talokan, einer der zehn größten Städte des Landes am Hindukusch. Zwar heißt es, das Lager in Talokan wäre sowieso im März geräumt worden, doch kann man sich schwerlich des Eindrucks erwehren, dass es sich bei die




