Alternative Finanzierungsarten erobern den Markt / Deloitte-PE-Survey: Rückgang von Syndizierungen bei LBO-Finanzierungen
ID: 582082
Deloitte-Private-Equity-(PE-)Umfrage mit Schwerpunkt Finanzierung
zeigt, dass bei Leverage-Buy-Out-(LBO-)Finanzierungen die
Syndizierungen stark rückläufig sind; Banken konzentrieren sich auf
das klassische deutsche Firmenkundenkreditgeschäft. Die Kreditvergabe
wird insbesondere durch die europäische Staatsschuldenkrise und die
gestiegenen regulatorischen Anforderungen an Banken geprägt. Zudem
befinden sich die Kosten für eine durchschnittliche LBO-Finanzierung
in den letzten sechs Monaten auf einem historisch hohen Niveau mit
einer durchschnittlichen Marge von über Euribor+500 Basispunkten.
Knapp zwei Drittel der befragten PE-Manager erwarten, dass sich dies
in den nächsten zwölf Monaten auch nicht wesentlich verändert.
Dadurch werden alternative Finanzierungsformen bis hin zur
vollständigen Eigenkapitalfinanzierung zunehmend attraktiv. Vor dem
Hintergrund eines möglichen länderspezifischen Ausfallrisikos bildet
zudem der Hauptsitz einer potenziell finanzierenden Bank neuerdings
einen wichtigen Entscheidungsfaktor für einen LBO-Deal - 40 Prozent
der Befragten stufen ihn als wichtig ein.
"Durch die Staatsschuldenkrise ist der Interbankenmarkt stark in
Mitleidenschaft gezogen worden, mit Nachteilen für die Syndizierung
von LBO-Finanzierungen, sodass konsequenterweise viele PE-Manager
über alternative Maßnahmen nachdenken", kommentiert Christof
Dreibholz, Partner und Co-Head der Private Equity Initiative bei
Deloitte.
Chance: Alternative Finanzierungen
Fast alle befragten PE-Manager (95%) rechnen nicht mit der
Rückkehr eines breiten Syndizierungsmarkts im LBO-Umfeld innerhalb
der nächsten zwölf Monate - sodass vermehrt mit alternativen
Finanzierungsarten geplant wird. 46 Prozent ziehen hierbei die
vollständige Eigenkapitalfinanzierung in Erwägung, wobei 41 Prozent
auch weiterhin versuchen wollen, eine Bankenfinanzierung zu nutzen.
An dritter Stelle steht die Absicht, Mezzanine-Kapital in die
Finanzierungsstruktur einzuziehen (39%), gefolgt von
Asset-based-Finanzierungen (37%) und Debt Fonds (30%).
Entwicklung: LBO-Kosten und Laufzeiten
Die Krise beeinflusst natürlich auch die Kosten von
LBO-Finanzierungen, zwei Drittel der Befragten rechnen innerhalb der
nächsten zwölf Monate mit einem Verbleib auf dem derzeitigen hohen
Niveau. 36 Prozent gehen sogar von steigenden Kosten in diesem
Betrachtungszeitraum aus. Für nachrangig besichertes
Mezzanine-Kapital gehen sogar fast drei Viertel der Befragten von
steigenden Finanzierungskosten aus. Veränderungen werden auch bei der
Laufzeit von LBO-Finanzierungen erwartet: Über die Hälfte der
Befragten sehen einen Trend zu kürzeren Laufzeiten, während lediglich
neun Prozent mit längeren Laufzeiten rechnen.
Neues Kriterium: Hauptsitz einer finanzierenden Bank Beginnend mit
der Finanzkrise und verstärkt durch die aktuelle Diskussion um die
Stabilität des Euro hat das Land, in dem sich der Hauptsitz einer
potenziell finanzierenden Bank befindet, an Bedeutung gewonnen. Neben
der Einschätzung der jeweiligen Bank ist das staatliche Umfeld
wesentlich. 56 Prozent der befragten PE Manager erwarten, dass in den
nächsten zwölf Monaten insbesondere deutsche Banken
LBO-Finanzierungen übernehmen werden. Für 28 Prozent sind
skandinavische Banken aufgrund ihrer lokalen Währungen und eines
tendenziell stabilen Bankenumfeldes in den kommenden zwölf Monaten
attraktiv.
"Dass die Schweizer Nationalbank an die beiden dort ansässigen
Großbanken UBS und Credit Suisse besonders hohe
Eigenkapitalanforderungen stellt, ist ein gutes Beispiel dafür, dass
ein Land den Einfluss des Hauptsitzes auf die Volkswirtschaft erkannt
hat", erklärt Christof Dreibholz.
Den Report erhalten Sie auf Anfrage.
Ende
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Datum: 27.02.2012 - 09:15 Uhr
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