Neue OZ: Kommentar zu Tod von Bremer Frühchen
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Frühgeborene Babys sterben durch eine Behandlung, ohne die sie
zweifellos auch nicht überlebt hätten - das erscheint ebenso paradox
wie gnadenlos. Für die empfindlichen Winzlinge gibt es aber keine
Alternative; sie müssen intensivmedizinisch betreut werden - das geht
eben nur im Krankenhaus. Hier sprießt Hoffnung für die Eltern, ihre
kaum lebensfähigen Kinder durchzubringen. Aber hier, das zeigt der
Bremer Fall auf dramatische Weise, lauern auch unkontrollierbare,
teils tödliche Gefahren.
Unkontrollierbar? Einerseits ja: Es gibt einfach keinen
hundertprozentigen Schutz vor gefährlichen Erregern. Aber es gibt die
Möglichkeit, das Risiko dort deutlich zu senken, wo sich die Keime
nun wohl erneut die größte Schwachstelle gesucht haben: beim
menschlichen Verhalten.
Dass im Bremer Klinikum etwa Akten vorenthalten, Proben in
Kühlschränken vergessen wurden, ist angesichts der Vorgeschichte des
Krankenhauses ohne Zweifel skandalös. Wie sollen Eltern damit
zurechtkommen, dass sie ihre Kinder durch Schlamperei verloren haben?
Nun werden von vielen Seiten empörte Rufe laut: nach mehr
Aufklärung, aber auch nach Rücktritten und Rauswürfen. Nach Strafen
also. Dies ist ein verzweifelter Versuch, einen aus dem Ruder
gelaufenen Prozess im Nachhinein unter Kontrolle zu bekommen. Dies
wäre aber auch früher möglich gewesen: mit verantwortlichem
menschlichen Verhalten.
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Datum: 01.03.2012 - 22:00 Uhr
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