GRÜNE: Schwarz-Gelb macht Nordhessen-Politik von gestern
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GRÜNE: Schwarz-Gelb macht Nordhessen-Politik von gestern
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert die Nordhessen-Politik von Schwarz-Gelb als "rückwärtsgewandt und ohne Vorstellung davon, welche Herausforderungen in Zukunft in Nordhessen zu meistern sind". "Mit Lobliedern auf die Vergangenheit kann Nordhessen die Dynamik nicht dauerhaft halten. Die Krise war für Nordhessen eine Chance, die genutzt wurde. Jetzt gilt es daran anzuknüpfen und dauerhaft in Zukunftsprojekte zu investieren. Nordhessen nutzt die Chance der Energiewende und steht vor den Herausforderungen des demografischen Wandels und des Bedarfs an Fachkräften. Jetzt muss die Förderung von Köpfen weitergehen ? nicht die von Beton wie es die Landesregierung bevorzugt", so die Kasseler Abgeordnete der GRÜNEN, Karin Müller.
Nordhessens Wirtschaftswachstum sei zurückzuführen auf die Vernetzung unterschiedlicher Akteure vor Ort und die Konzentration auf die Schwerpunkte Erneuerbare Energien, Gesundheit, Wellness, Tourismus und Logistik. Dazu Müller: "Diese Bereiche und die Uni als Bildungseinrichtung der Region gilt es zu stärken. Hier kann die Landesregierung beweisen, dass sie es ernst meint, mit der Unterstützung Nordhessens. Da reichen keine schönen Worte, dafür braucht es konkrete Unterstützung." Insbesondere der Bereich der Erneuerbaren Energien habe im Krisenjahr 2009 erheblich dazu beigetragen, dass die Industrieproduktion in Kassel auch in diesem schwierigen Jahr um 15 Prozent über dem Wert von 2000 lag. "Nur mit der alten Industrie wäre das nicht zu erreichen gewesen. Deswegen ist die Landesregierung aufgefordert, dafür zu sorgen, dass eine stetige und verlässliche Gestaltung der Rahmenbedingungen den notwendigen ökologischen Strukturwandel begleitet."
"Schon jetzt klagen Unternehmen über einen signifikanten Fachkräftemangel. Deswegen begrüßen wir die Bildung einer Projektgruppe aus Arbeitsagentur, Kommunen, DGB Nordhessen und Arbeitgebern. Neben den attraktiven Arbeitsplätzen muss ein Angebot von ausreichenden Kinderbetreuungsplätzen geschaffen werden. Nur damit bekommen wir die Voraussetzungen, die gerade jungen und gut ausgebildeten Menschen die Möglichkeit bietet, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Gerade in Nordhessen ist die Frauenerwerbsquote relativ gering. Wir müssen Frauen gezielt fördern, dazu gehört der Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten, aber auch eine bessere Erreichbarkeit des Arbeitsplatze mit dem öffentlichen Nahverkehr. Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind wichtig, um Menschen in die Region zu holen und sie zu halten. Dabei kommt Kassel als Oberzentrum mit der documenta und der Bewerbung des Bergparks als Weltkulturerbe eine zentrale Bedeutung zu."
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Datum: 07.03.2012 - 16:15 Uhr
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