Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Syrien
Annans Mission muss weitergehen
BERNHARD HÄNEL
ID: 592972
nach seinem zweiten Gespräch mit dem syrischen Machthaber Baschar al
Assad. Der frühere UN-Generalsekretär Annan ist als Gesandter der
Vereinten Nationen und der Arabischen Liga nach Damaskus gereist, um
einen Waffenstillstand zwischen dem Assad-Regime und der Opposition
zu vermitteln, der Gespräche über einen geordneten Übergangsprozess
ermöglichen soll. Assads Bereitschaft zum Einlenken war bislang
gering. Sie könnte allerdings wachsen, wenn das gegen sein Land
verhängte Embargo weiter so gut greift wie bislang. Wesentliche
Staatseinnahmen sind zurückgegangen, seit die Europäische Union und
die Staaten der Arabischen Liga den Druck erhöht haben. Die Ölexporte
sind rückläufig, die Touristen bleiben aus, und der Zugriff auf die
Geldreserven im Ausland ist gesperrt. Die Devisenreserven der
Zentralbank sind bereits von 22 auf 10 Milliarden Dollar geschrumpft.
Das Embargo zeigt Wirkung, aber derweil zerrinnt auch Zeit, in der
Assad sein mörderisches Werk am eigenen Volk fortsetzen kann. Niemand
kann und will sich dort militärisch engagieren. Auch nicht die
Arabische Liga, in deren Interesse ein geordneter Machtwechsel
vornehmlich liegen muss. Annans Mission muss weitergehen. Der
gewiefte Diplomat muss nach den wenig erfolgreichen Sondierungen in
Syrien den Kreis der Gesprächspartner erweitern. Moskau, Peking und
Teheran sind die Stationen, an denen er seine Vermittlungen
fortsetzen muss. Es gilt, den Kreis der Unterstützer zu minimieren.
Auch den Nachbarn Jordanien, Libanon und Irak muss klar werden, dass
die Folgen eines anhaltenden Bürgerkriegs schädlich sind für die
ohnehin labile Situation in ihren Staaten. Denn der Umbruch in der
arabischen Welt wird weitergehen. Ihn mitzugestalten ist angeraten.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.03.2012 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 592972
Anzahl Zeichen: 2118
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 189 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Syrien
Annans Mission muss weitergehen
BERNHARD HÄNEL"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Verdi-Chef sieht Angriff auf alle Bereiche des Sozialstaats ...
Bielefeld. Der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, warnt davor, Reformen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. "Es gibt gerade einen Angriff auf praktisch alle Bereiche des Sozialstaats - auf Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Rheinische Post: Rentensteigerung auf solider Basis Kommentar Von Eva Quadbeck ...
Mitten in der größten europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit können die Renten in Deutschland steigen. Auch wenn die Erhöhung aus Sicht der Rentner eher bescheiden ausfällt, ist dies mit Blick auf Europa insgesamt sensationell. Die Rentenerhöhung ist das Ergebnis des
Westfalen-Blatt: Schmalllenberg-Virus: Russland stoppt vom 20. März an auch die Einfuhr von Schweinen aus der gesamten EU. ...
Russland will die Einfuhr von Schweinen und Rindern aus der Europäischen Union vom 20. März an verbieten. Begründet wird das Importverbot unter anderem mit dem für Schafe, Ziegen und Rindern gefährlichen Schmallenberg-Virus. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt (Montags-Ausgabe).
Mitteldeutsche Zeitung: zu Grünen ...
Wohl selten hat eine Parteichefin (wie Claudia Roth) ihre Partei zu einem derart unglücklichen Zeitpunkt mit einer derart planlosen Debatte beschäftigt wie Claudia Roth nun die Ökopartei. Ihren Protest gegen eine Solo-Spitzenkandidatur von Jürgen Trittin mag man aus parteiinterner Binnen
Mitteldeutsche Zeitung: zur Stasi ...
Der britische Historiker Timothy Garton Ash hat über die Deutschen kräftig gespottet. Er nannte uns "Weltmeister in Geschichtsaufarbeitung". Der Satz fällt einem unwillkürlich ein, wenn man hört, dass nahe Angehörige immer öfter auch Einsicht in die Stasi-Akten Verstorbener nehmen




