Neue OZ: Kommentar zu Verlage / Literatur
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Anna Katharina Hahn kann sich freuen: Die Suhrkamp-Autorin ist mit
ihrem Roman "Am Schwarzen Berg" für den diesjährigen Leipziger
Buchpreis nominiert. Für ihre Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz dürfte
dagegen derzeit die Freude getrübt sein: Medienunternehmer Hans
Barlach rückt mit seinem Übernahmeangebot den seit sechs Jahren
andauernden Machtkampf in der Chefetage des legendären
Literaturverlags erneut medial in den Fokus, und das Verlagsprogramm
an den Rand. Der knallhart ausgetragene Interessenkonflikt sendet so
bis zum Richterspruch ein fatales Signal nach außen: Suhrkamp
begründete einst seinen Ruf mit Büchern, die gesellschaftliche
Debatten auslösten. Nun debattieren lieber die Gesellschafter.
Leidtragende dieser unguten Situation könnten am Ende die Lektoren
und Autoren sein. Dabei war gerade Ruhe in den Verlag eingekehrt nach
den turbulenten Jahren um Erbstreit und Umzug des Verlags von
Frankfurt nach Berlin.
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Datum: 14.03.2012 - 22:00 Uhr
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