Greenpeace-Kletterer ketten sich an Shell-Eisbrecher / Aktivisten protestieren gegen geplanteÖlbohrungen in der Arktis
ID: 596954
von Shell, in der Arktis nach Öl zu bohren, haben sich zehn Kletterer
von Greenpeace in Finnland an zwei Eisbrecher in Helsinki gekettet.
Die von Shell gecharterten Eisbrecher "Fennica" und "Nordica" sollen
die Bohrstelle vor Alaska von Eis freihalten. "Stopp Shell" und
"Schützt die Arktis" ist auf Bannern zu lesen. Bereits im Juli will
Shell mit der Ölsuche beginnen. "Shell hat aus der Auseinandersetzung
um die Ölplattform "Brent Spar" nichts gelernt. Shell arbeitet weiter
nach dem Motto: Profit ist alles - die Umwelt ist uns egal", sagt
Greenpeace-Sprecher Kai Britt. "Ein Ölunfall wie bei der Deepwater
Horizon würde das einmalige und sehr empfindliche Ökosystem der
Arktis zerstören". Greenpeace fordert Shell auf, in der Arktis nicht
nach Öl zu bohren, da die Bohrungen hier besonders gefährlich sind.
Die extremen Wetterbedingungen, die niedrigen Temperaturen und das
kurze Zeitfenster in den Sommermonaten machen das Bohren nach Öl in
der Arktis zu einem unkalkulierbaren Wagnis. Aktivisten verteilen
deshalb Besen an die Besatzungsmitglieder der Eisbrecher. Diese
sollen symbolisieren, dass Besen und Schaufel noch heute die
Hilfsmittel sind, um Öl von Eis zu entfernen. "Beseitigen von
ausgelaufenem Öl in der Polarregion ist so gut wie unmöglich,
technische Hilfsmittel gibt es fast keine.", erklärt Britt. Die
Folgen des Tankerunglücks der "ExxonValdez" vor der Küste von Alaska
vor rund 23 Jahren sind noch heute sichtbar.
Bereits Ende Februar protestierten Greenpeace-Aktivisten in
Neuseeland gegen das Bohrschiff, das die geplanten Ölbohrungen in der
Arktis durchführen soll. Die Aktivisten ketteten sich vier Tage lang
an den Bohrturm des Schiffes "Noble Discoverer"
(http://gpurl.de/WHBTv und http://gpurl.de/FN845). Die Eisbrecher aus
Helsinki sollen in der Arktis mit dem Bohrschiff zusammentreffen.
Shell ist der erste große internationale Ölkonzern, der die
Ausbeutung der Arktis vorantreibt. Wenn bei den Bohrungen in diesem
Sommer Öl gefunden wird, werden andere Öl-Konzerne mit
Milliardeninvestitionen nachziehen und ebenfalls in die Region gehen.
Experten vermuten etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel= 159 Liter)
Öl in der Arktis, das meiste davon unter dem Meeresboden. Diese Menge
würde reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa drei Jahre
zu decken.
Greenpeace hat im Internet eine Mitmachaktion gestartet.
Unterstützer können unterhttp://www.greenpeace.org/savethearctic eine
Protestmail an den verantwortlichen Geschäftsführer von Shell, Peter
Voser, senden.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Kai Britt, Tel. 0171-8780
804 oder Pressesprecher Patric Salize, Tel. 0171-8780 828. Fotos
erhalten Sie unter Tel. 040-30618 -377, Videomaterial auch zum
Download vom ftp-Server unter Tel. 0175-5891 718.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618 -340, Email
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Datum: 16.03.2012 - 07:32 Uhr
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