Südwest Presse: Kommentar zu den Grünen
ID: 598846
"Der Jürgen und ich sind schon ein tolles Trio, äh Quartett." Dieser
Spruch stammt von "Fritzle" Walter, der mit Jürgen Klinsmann 1989 für
den VfB Stuttgart stürmte. Doch irgendwie erinnert das Gefeilsche der
Ober-Grünen um Platz und Sieg daran. Sie leisten sich seit Wochen
völlig zur Unzeit die Luxusdebatte, ob sie mit zwei, drei, vier oder
nur einem Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl antreten. Und statt
einen Knopf an die Personalie zu nähen, lassen sie weidlich Raum für
weitere Spekulationen. Hat die Partei sonst keine Probleme? Umfragen
sind zwar keine Wahlergebnisse, als Stimmungsbarometer taugen sie
schon. Da bröckeln die vor Jahresfrist stattlichen Prozentpunkte. Nun
mag die Ökopartei ihr Spitzenquartett nicht beschädigen. Aber die
Kompromisse - Urwahl bei drei Kandidaten, für ein Duo genügt das
Votum des Parteitages - wollen nun gar nicht zu einem Verein passen,
der Basisdemokratie sonst zu seinen Markenzeichen zählt. Und wer
bereits die beste Startposition für den Wahlkampf in fünfeinhalb
Jahren sucht, sollte seine Ambitionen ausschließlich im stillen
Kämmerlein mit sich selbst einstudieren. Claudia Roth hat gestern
etwas Richtiges gesagt: Kleinere Parteien werden wegen ihrer Inhalte
gewählt. An diese Maßgabe muss sich die Grünen-Spitze wieder halten.
Dies bedeutet: Wahlaussagen stehen im Rampenlicht und nicht
diejenigen, die sie vortragen oder sich gar vordrängeln. Damit zeigen
Spitzenkräfte, dass sie Demokratie verstanden haben. Sie vergibt
Ämter nur auf Zeit. Den Grünen sollte zu denken geben, dass man sie
daran erinnern muss.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.03.2012 - 19:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 598846
Anzahl Zeichen: 1910
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 224 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zu den Grünen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
WAZ: Grüner Doppelpack. Kommentar von Daniel Freudenreich ...
Die Grünen müssen sich auf eine zähe Debatte um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl einstellen. Daran ändert die Empfehlung hin zur Zweierlösung nichts. Eine Doppelspitze mit Jürgen Trittin und Claudia Roth wird vielen Realos in der Partei kaum vermittelbar sein. Doch nach wie vor
WAZ: Röttgen hat sich verzockt. Leitartikel von Ulrich Reitz ...
Vieles läuft für Norbert Röttgen dumm. Die Bundesversammlung zum Beispiel. Dort wird nicht nur der Bundespräsident gewählt. Wer dort ist, nutzt die Chance, mit dem (Partei-)Freund mal ausgiebig zu reden. Über Nordrhein-Westfalen zum Beispiel. Und die Neuwahl. Und eben über Norbert Röttge
WAZ: Der Streik und die Kinder. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein ...
Überstunden abbauen, mal wieder die Großeltern-Enkel-Beziehung aktivieren, bei den Nachbarn anheuern: Wenn die Kitas für wenige Warnstreik-Tage geschlossen bleiben, finden die meisten Eltern eine Möglichkeit, den Tag zu überbrücken. Nun aber droht eine lange, harte Tarifauseinandersetzung, d
DER STANDARD-Kommentar "Nicht die Justiz lässt sich kaufen" von Michael Völker ...
Die Justiz ist politisch. Das war sie immer schon. Auch Richter und Staatsanwälte sind politisch interessierte und denkende Menschen. Und das ist gut so. Das heißt aber noch nicht, dass sich die Justiz für parteipolitische Zwecke missbrauchen lässt. Die Justiz macht auch Fehler, keine Frage, abe




