Kindernothilfe am Weltwassertag: Nachhaltige Wasserprojekte mildern Dürrefolgen
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Trinkwasser und mangelnder Hygiene. "Die Situation ist untragbar",
sagt Christoph Dehn, Kindernothilfe-Vorstand Programm- und
Projektarbeit, anlässlich des internationalen Weltwassertages am 22.
März 2012. Auch wenn fast 90 Prozent der Weltbevölkerung mittlerweile
Zugang zu sauberem Wasser haben, ist die Versorgung in Afrika immer
noch problematisch. "Gemeinsam mit den Familien können wir die
dramatischen Folgen durch gezielte Maßnahmen zur nachhaltigen
Wasserversorgung mildern", so Dehn.
Die aktuellen Dürren am Horn von Afrika und in der Sahelzone
zeigen einmal mehr, wie verheerend die Auswirkungen sind, wenn
Menschen keinen Zugang zu Wasser haben. "Die Spätschäden von stark
mangelernährten und dehydrierten Kindern sind deprimierend", so Dehn.
"Deshalb investieren wir auch in Zukunft in nachhaltige
Wasserprojekte, denn Wasser ist Leben."
Um die Versorgungslage der Menschen langfristig zu verbessern,
setzt die Kindernothilfe in ihren Projekten in Ostafrika auf
nachhaltiges Wassermanagement, den Bau von Brunnen und
Wasserrückhaltebecken sowie intensive Schulungen: Erwachsene lernen
etwa, wie sie Wasser-, Getreidespeicher und Dämme anlegen, effektiv
landwirtschaftliche Flächen bestellen und einen Wasser-Kiosk
betreiben. Mit Erfolg: Im kenianischen Kitui etwa konnten durch diese
Maßnahmen über 14.000 Kinder und Erwachsene die schlimmste Dürrezeit
im vergangenen Jahr überstehen. Bereits 2009 hatten die Dorfbewohner
mit Unterstützung der Kindernothilfe einen Brunnen gebohrt und acht
Zapfstellen installiert. Seitdem organisieren sie die Wasser-Kioske
eigenständig.
Die Kindernothilfe setzt sich seit 53 Jahren für Not leidende
Kinder in fast 30 Ländern Asiens, Afrikas, Europas und Lateinamerikas
ein. Sie fördert mehr als 650.000 Kinder und ihre Familien mit
nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer
Hilfe. Im Rahmen der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika hat sie
bislang rund 200.000 Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia
geholfen zu überleben, darunter mehr als 130.000 Kindern.
Pressekontakt:
Angelika Böhling
Pressesprecherin
Tel.: 0203-7789-230
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Datum: 20.03.2012 - 13:28 Uhr
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