Keine Erdbeeren zum Weltwassertag
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Keine Erdbeeren zum Weltwassertag
Reinholz: Indirekten Wasserverbrauch in Thüringen überdenken
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz hat am heutigen Weltwassertag dazu aufgerufen, sparsam und bewusst mit dem knappen Gut umzugehen. "Vor allem sollten wir unseren indirekten Wasserverbrauch, der durch den Verzehr importierter Lebensmittel entsteht, überdenken. Wasserknappheit in anderen Regionen der Welt geht darum auch uns etwas an", sagte der Minister.
Die Vereinten Nationen haben den Weltwassertag 2012 unter das Motto "Wasser und Nahrungssicherheit" gestellt. Damit wollen sie darauf aufmerksam machen, dass die derzeit sieben Milliarden Menschen auf der Erde nur ernährt werden können, wenn ausreichend Wasser verfügbar ist. Rund 850 Millionen Menschen hungern, etwa 1,2 Milliarden Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser.
Thüringen hingegen ist ein vergleichsweise wasserreiches Land und durch die gut ausgebaute Wasserversorgung wird die Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt. "Dennoch sollten auch die Thüringer achtsam mit wertvollem Trinkwasser umgehen und es nicht sinnlos vergeuden. Jeder Liter sauberes Trinkwasser, den wir benutzen, muss hinterher gereinigt werden", so der Minister. Gegenwärtig liegt der tägliche, direkte Wasserverbrauch pro Kopf in Thüringen bei etwa 90 Litern, nur zwei bis vier Liter davon nehmen wir als Nahrung oder Getränke auf.
Hinzukommt der indirekte Verbrauch: Jenes Wasser, das für die Erzeugung von Produkten und eben auch Nahrungsmitteln benötigt wird. So verbraucht die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch zum Beispiel 15.000 Liter Wasser, die von einem Kilo Weizen 1.500 Liter und die von einem Kilo Erdbeeren knapp 280 Liter. Gerade Erdbeeren, Tomaten und Paprika für den europäischen Markt wachsen in unserem Winter auf bewässerten Feldern in Wüstenregionen. Diese Früchte müssen vor Ort mit hohem Wasserverbrauch produziert werden und das Wasser fehlt dann als Trinkwasser für die Bevölkerung.
Der Umweltminister rät deshalb, bevorzugt regionale und saisonale Lebensmittel einzukaufen. "Wer die Erdbeeren nicht im Januar, sondern im Frühsommer von heimischen Feldern kauft, der schont das Klima, spart Wasser und tut auch noch etwas für die Thüringer Landwirtschaft", sagte Reinholz.
Andreas Maruschke
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Datum: 22.03.2012 - 10:45 Uhr
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