"Vom Engpass zum Kompass": VPRT-Präsident Doetz fordert zeitgemäße Vielfaltsicherung auf DLM-Symposium
ID: 601499
Vielfaltsicherung und der Regulierung von Rundfunkangeboten
angesichts der neuen technologischen Entwicklungen insbesondere im
Fernsehbereich hat VPRT-Präsident Jürgen Doetz sich im Rahmen des
heutigen DLM-Symposiums "Connected TV - Medien und Regulierung in der
vernetzten Fernsehwelt" in Berlin ausgesprochen. Doetz verdeutlichte,
dass die hybriden Endgeräte die Absurdität einer überkommenen
Regulierung aus der analogen Welt für jeden sichtbar machen. Die
Online- und TV-Angebote sind bei hybriden TV-Geräten für den
Zuschauer nicht mehr unterscheidbar, sie haben aber gänzlich
unterschiedliche Regulierungshintergründe. Klassisches Fernsehen
unterliegt beispielsweise restriktiven Werbeeinschränkungen, die etwa
für aus dem Internet abgerufene Bewegtbildangebote nicht gelten.
Doetz: "Connected TV ist bereits heute Marktrealität, aber in der
Fernsehregulierung noch nicht angekommen. Dieser Widerspruch muss
dringend durch eine faire Regulierung aufgelöst werden, die auch
Zugang und Auffindbarkeit für den Rundfunk sicherstellt. Wir brauchen
eine neue Medienordnung aus einem Guss, die das gewährleistet und die
Rechte und Pflichten der Veranstalter mit denen aller anderen
Marktteilnehmer zum Ausgleich bringt." Doetz appellierte an die
Landesmedienanstalten, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Nur
wenn schnell gehandelt werde, könnten der Mehrwert für die Zuschauer
und das wirtschaftliche Potenzial, das "Connected TV" bietet, auch
erschlossen werden. Hierzu gehören nach Auffassung des VPRT auch der
Schutz des Programmsignals vor einer unkontrollierten Einblendung von
sog. Widgets oder Überlagerungen, die Etablierung einheitlicher
technischer Standards sowie die Gewährleistung der Neutralität der
Netze.
Doetz betonte, dass die alten Verbreitungsengpässe der analogen
Welt überwunden seien. Sie hätten die Arbeit der
Landesmedienanstalten mit Maßnahmen der Vielfaltsicherung, etwa bei
der Kanalbelegung, lange bestimmt. Der VPRT-Präsident: "Mit
'Connected TV' stehen auch die Landesmedienanstalten vor neuen
Aufgaben. Die Verwaltung von Engpässen war die Herausforderung von
gestern. Heute muss eine moderne Vielfaltsicherung zum Kompass
werden, der die Auffindbarkeit von Angeboten für die Nutzer
sicherstellt. Das schließt auch die neuen Player wie
Endgerätehersteller und Portalanbieter ein, die mit ihren EPGs und
Startseiten neue Gatekeeper zwischen den Zuschauern und Angeboten
sein können. Die Gestaltung von Programmlisten und von App-Portalen
sind hierfür nur zwei Beispiele".
Doetz unterstrich die großen Chancen, die der technologische
Fortschritt mit "Connected TV" für die Zuschauer wie die
TV-Veranstalter biete. Neben neuen Werbeformen oder der Einbindung
von E-Commerce gehörten hierzu auch ganz neue Angebots- und
Geschäftsmodelle. So könnten mit dem jetzt möglichen Zugriff auf
Video-on-Demand-Angebote oder Mediatheken nicht-lineare Elemente in
die linear verbreiteten Fernsehangebote eingebunden werden. Das
gleiche gelte für interaktive, Programm begleitende Inhalte über den
sog. "Red Button" oder die Verknüpfung mit Social Media-Angeboten,
die nun ohne einen Medienbruch nutzbar seien.
Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und
Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und
Mobileangeboten bereichern seine rund 140 Mitglieder Deutschlands
Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit
das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen,
technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als
Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit
Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels - national und
auf EU-Ebene.
Pressekontakt:
Pressesprecher
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,
Tel.: 030/39880-101,
Email: schultz@schultz-kommunikation.de
Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
9-13 Rue Joseph II, B-1000 Bruxelles - Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de
www.vprt.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.03.2012 - 14:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 601499
Anzahl Zeichen: 4686
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Medien und Unterhaltung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 379 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Vom Engpass zum Kompass": VPRT-Präsident Doetz fordert zeitgemäße Vielfaltsicherung auf DLM-Symposium"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)
Rudolf Gemmecke ist gestorben Langjähriger landespolitischer Fernsehchef des SWF in Mainz ist tot ...
Mainz. Rudolf Gemmecke, ehemaliger landespolitischer Fernsehchef beim Südwestfunk (SWF) in Mainz, ist tot. Gemmecke, der 30 Jahre lang im damaligen Landesstudio Rheinland-Pfalz tätig war, ist am 17. März 2012 im Alter von 77 Jahren verstorben. SWR-Intendant Peter Boudgoust: "Rudolf Gemmeck
Ehren-JUPITER für Maximilian Schell ...
(ddp direct)Film-Legende Maximilian Schell wird am 29. März 2012 von CINEMA und TV SPIELFILM mit dem JUPITER AWARD für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der in Österreich geborene und in der Schweiz aufgewachsene Schauspieler, Autor, Regisseur und Produzent hat als einer der wenigen deutschsprachige
Afghanistan: Großer Zuspruch für Hörfunkangebote der Deutschen Welle ...
Fast jeder dritte Afghane hört regelmäßig das Programm der Deutschen Welle in den Sprachen Dari und Paschtu. Durch die Zusammenarbeit mit einem Partnersender ist die Reichweite für die Sendungen aus Deutschland deutlich gestiegen. Zu empfangen ist das Hörfunkangebot des deutschen Ausla
RÖSLER-Interview für die ?Nordwest-Zeitung? ...
Berlin. Der FDP-Bundesvorsitzende und Bundeswirtschaftsminister, DR. PHILIPP RÖSLER, gab der "Nordwest-Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellten GUNARS REICHENBACHS und ROLF SEELHEIM. Frage: Herr Rösler, bei der Gauck-Kandidatur hat sich die FDP gegen




