Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Saar-Wahl
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erneut eine große Chance verpasst, seine SPD zur stärksten Kraft im
Saarland zu machen und Ministerpräsident zu werden. Maas wird nun -
wie versprochen - eine Große Koalition mit der CDU bilden. Denn die
SPD hat sich festgelegt. Sie wird mit den Schulden-Linken nicht
regieren. Das ist politisch klug und richtig. Gelohnt aber haben es
ihr die Saarländer nicht. Die CDU jubelt, wenn auch gedämpft.
Annegret Kramp-Karrenbauer hat hoch gepokert, aber der Erfolg gibt
ihr recht. Sie bleibt Ministerpräsidentin, muss sich aber bei ihrem
überfälligen Sparkurs auf Gedeih und Verderb auf die SPD verlassen.
Dennoch: Am Ende wurde sie für die brüske Kündigung der labilen
Jamaika-Koalition belohnt. Die Piraten haben nach dem kleinen Berlin
nun auch im noch kleineren Saarland überraschend stark abgeschnitten
und sind in einem Landtag vertreten. Erneut haben sie als erfrischend
neue, unkomplizierte Protestpartei gepunktet. Das ist der Trend. Mehr
noch nicht. Immerhin liegen sie an der Saar vor den Grünen, die seit
langem wieder Verluste einstecken müssen. Möglich, dass ihr
Saar-Ergebnis kein Ausreißer bleibt. Oskar Lafontaine schaut in die
Röhre, obwohl das Ergebnis seiner Linkspartei ein Achtungserfolg ist.
Er wird im Saarland nicht gebraucht. Wie die FDP, die nur noch aus
Gewohnheit Erwähnung findet.
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Datum: 25.03.2012 - 19:24 Uhr
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