Bildungspaket erfüllt die Vorgabe nicht
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Kinder erhalten laut Caritas-Erhebung kaum mehr Leistungen als früher
Nach der Erhebung liegen der Caritas Angaben über die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets in 29 von 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg vor. Daraus wird ersichtlich, dass statistisch nicht erfasst werden kann, welche Leistungen wirklich bei den Kindern ankommen. Einzelne Jobcenter geben Gutscheine für diverse Leistungen aus. Diese Leistungen gelten somit als erbracht, unabhängig davon, ob das Kind die Gutscheine jemals einlösen wird. Auf der anderen Seite ist es möglich, dass eine Kommune mit eigenen Angeboten nach wie vor Leistungen besser und unbürokratischer abdeckt und die Nachfrage nach Leistungen aus dem Paket daher gering ist.
Die Umfrage zeigt, dass in den Stadt- und Landkreisen teilweise erhebliche Anstrengungen unternommen wurden, um die administrativen Voraussetzungen für die Umsetzung des Pakets zu schaffen. Mitarbeiter sind geschult und Informationsaktionen zum Bildungs- und Teilhabepaket gestartet worden. Für viele Kinder und Jugendliche hat sich die Situation mit dem Bildungs- und Teilhabepaket dennoch verschlechtert, da ehemals freiwillig erbrachte kommunale Leistungen nun vom Bildungspaket in geringerem Umfang abgedeckt werden. Haben etwa früher einige Kommunen die Kosten für ein Mittagessen voll übernommen, fällt nun in den meisten Fällen mit dem Paket ein Euro Eigenanteil an.
Die Caritas in Baden-Württemberg hält auch die Vielfalt der Verwaltungspraxis für problematisch. "Jede Kommune macht etwas anderes daraus", so Appel und Tripp. Der Bundesgesetzgeber hat die Ausführung des Pakets ohne klare Vorgaben an die Länder übertragen. Damit ist in den Augen der Caritas nicht gewährleistet, dass die Leistungen einheitlich und flächendeckend umgesetzt werden. Um das Existenzminimum und das Recht auf Bildung und Teilhabe zu gewährleisten, müsse wenigstens landesweit eine transparente Verwaltungspraxis und Rechtsanwendung sichergestellt werden. Der katholische Wohlfahrtsverband sucht das Gespräch mit kommunalen Spitzenverbänden, um hier Möglichkeiten auszuloten.
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Datum: 29.03.2012 - 14:45 Uhr
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