Spargelzeit: Lieber heimischer Spargel als Importware
ID: 611120
Spargelzeit: Lieber heimischer Spargel als Importware
(aid) - Seit Anfang April hat Spargelgenuss wieder Saison: Die deutschen Landwirte stechen nun die begehrten Stangen und bieten sie an ihren Verkaufsständen oder in Hofläden sowie im Einzelhandel an. In den Supermärkten ist neben dem heimischen Spargel auch Importware platziert. Etwa ein Drittel des angebotenen Spargels wird importiert - hauptsächlich aus Griechenland, Spanien und Peru. Auch wenn deutscher Spargel zumindest noch zu Beginn der Saison etwas teurer ist als der importierte, lohnt sich der Griff zum heimischen Spargel aus mehreren Gründen: denn die Importware hat oft schon lange Strecken zurückgelegt oder wird in den Herkunftsländern mit hohem Wasseraufwand produziert.
Peru ist nach China der zweitgrößte Spargelproduzent der Welt und Exportweltmeister. Nach Informationen des Handels hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Importmenge des Weißen Spargels aus Peru im März 2012 beinahe verdoppelt. In den Sandböden der Wüstenregion fühlt sich die "Königin des Gemüses" wohl und schätzt das gleichbleibend warme Klima. Das ermöglicht zwei bis drei Ernten jährlich und Exporte in die USA und nach Europa rund ums Jahr. Doch der Spargelanbau ist sehr wasserintensiv. Die 2010 veröffentlichte Studie "Drop by drop" der englischen Entwicklungsorganisation Progressio zeigt: Das Wasser für die etwa 25.000 Hektar peruanische Anbaufläche wird knapp. Die Andengletscher schmelzen und liefern Wasser zum Anbau in der Wüste. Zudem werden illegale Brunnen gebaut. Einige sind inzwischen bis zu 150 Meter tief, denn der Grundwasserspiegel sinkt. Die Wissenschaftler der Studie warnen: Der intensive Spargelanbau ist ökologisch nicht haltbar. Hinter dem Handel mit dem Edelgemüse stehen nur wenige, aktiennotierte Großunternehmen. Sie werden sich voraussichtlich aus der Region zurückziehen, wenn die Flächen nicht mehr für den Spargelanbau geeignet sind. Auf der Strecke bleiben tausende einheimische Kleinbauern, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr mit der Landwirtschaft bestreiten können.
Außer ökologischen und sozialen Gründen gibt es weitere Argumente, zum Spargel aus der Region zu greifen. Die Stangen sind sehr empfindlich. Nach kurzen Transportwegen ist der Spargel noch frisch, aromatisch und zart. Je kürzer der Weg vom Feld zum Verkaufsstand, desto besser ist in der Regel der Spargel.
Spargel lässt sich übrigens auch gut gewaschen und geschält einfrieren (vorher nicht kochen, blanchieren ist nicht nötig). So bewahrt er seine Qualität weitgehend für etwa sechs bis acht Monate. Anschließend sollte der Spargel vor der Zubereitung nicht aufgetaut werden. Geben Sie ihn einfach gefroren direkt ins kochende Wasser.
Julia Güttes, www.aid.de
aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de, E-Mail: aid@aid.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 04.04.2012 - 13:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 611120
Anzahl Zeichen: 3210
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 397 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Spargelzeit: Lieber heimischer Spargel als Importware"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
aid (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(aid) - Fast jeder dritte Europäer konsumiert Energydrinks - rund 12 Prozent sogar mindestens vier- bis fünfmal in der Woche. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, für die mehr als 52.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 16 EU-Mitg
SchmExperten in der Lernküche in Bild und Ton: aid-Kurz-Video auf YouTube ...
(aid) - Die "SchmExperten in der Lernküche" des aid infodienst erobern bereits seit Januar die Lernküchen der 6. bis 8. Klassen aller Schulformen. Um noch mehr Lehrerinnen und Lehrer für das praxisorientierte Unterrichtsmaterial zu begeistern, hat der aid ein Kurz-Video produziert, da
Freude am Gärtnern - trotz Pollenallergie: Neuer aid-Hörfunkbeitrag ...
(aid) - Der Winter war lang genug, endlich wird es Frühling: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, also ab ins Freie und die Natur genießen. Für viele Menschen mag das allerdings wie Hohn klingen, denn Pollenallergien, umgangssprachlich als Heuschnupfen bezeichnet, machen Betroffenen den Au
Weitere Mitteilungen von aid
Minister Remmel: 'Einsatz von Antibiotika bei 9 von 10 Masthähnchen festgestellt' ...
Landesumweltamt führte Überprüfung der Hähnchenmast-Studie durch PROGNOS AG bestätigt Grundaussagen Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist gängige Praxis. Bei einer erneuten Überprüfung der deutschlandweit ersten Studie über den Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast in
Kulturstaatsminister Bernd Neumann vergibt Produktionsförderungen für Kurzfilme ...
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat 18 Kurzfilmvorhaben mit einem Gesamtbetrag von 266.250 Euro gefördert. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Projekte: "Die Konferenz oder Die Rückseite des Mondes" Hersteller: Franz Winzentsen Filmproduktion, Kut
Bundesgerichtshof bestimmt neue Verhandlungstermine in Klagen gegen englischen Lebensversicherer Clerical Medical ...
Nach der Terminsaufhebung im Revisionsverfahren IV ZR 269/10 (s. die Pressemitteilungen Nrn. 191/2011 und 019/2012) hat der für das Versicherungsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs nunmehr insgesamt fünf Verfahren, in denen Versicherungsnehmer Erfüllungs- und/oder Schadenser
Mit Hilfe der RWE IT: Schon zehn nachhaltige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen ...
Klima schonen, Perspektiven schaffen, Verantwortung übernehmen Über 18.000 IT-Geräte wurden 2011 an AfB übergeben: 15% mehr als im Jahr zuvor Unter dem Motto "Klima schonen, Perspektiven schaffen, Verantwortung übernehmen" steht die Zusammenarbeit der RWE IT GmbH mit der
Neue Ausstellung und Anbau im Michael-Otto-Institut im NABU eröffnet ...
Viele Informationen zu Weißstörchen und Schutzgebietsnetz "Natura 2000? Bergenhusen ? Weißstörche, die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und das europäische Schutzgebietsnetz "Natura 2000" stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung, die ab dem 5. April im neuen Anbau des M




