Interview: Auswirkungen der Unisex-Tarife und die Zukunft der Pflegeversicherung
ID: 613892
In einem Exklusiv-Interview mit dem Verbraucherportal 1A.NET spricht der Vorstand der Deutschen Familienversicherung Dr. Stefan Knollüber die Auswirkungen der neuen Unisex-Tarife sowie über die Zukunft der Pflegeversicherung in Deutschland
Die Pflegeversicherung der Zukunft
Knoll appelliert an die Versicherten, angesichts der demografischen Entwicklung nicht auf politische Lösungen zum Problem der Pflegelücke zu warten. Vielmehr werde die private Eigenvorsorge zunehmend wichtiger. An die Politik richtet Knoll die Forderung nach mehr Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit: "Wer im Bereich der Pflegeversicherung nicht vorsorgt, wird ein Sozialfall. Diese klare Aussage vermisse ich bei der Politik."
Auch die Versicherungen sieht Knoll in der Pflicht: Vor allem durch immer mehr Demenzkranke werden neue Anforderungen an die Pflegezusatzversicherung der Zukunft gestellt. Ein weiteres Kriterium für eine gute Police sei die Anpassungsfähigkeit: "Pflegeversicherungsverträge sind lang laufende Verträge. Sie müssen deswegen in der Lage sein, Lebensveränderungen bei der versicherten Person im Laufe der Zeit mit abbilden zu können." Stefan Knoll hält außerdem den Pflege-Riester in der geplanten Form für ungeeignet und zu kompliziert, diesen Herausforderungen angemessen zu begegnen. Er nennt dagegen andere, weniger bürokratische Möglichkeiten, mit denen die Pflege langfristig und nachhaltig finanziert werden könnte.
1A.NET ist ein Verbraucherportal zum Thema Versicherung und Finanzen. Unter www.1a.net können Nachrichten, Ratgeber und Checklisten zu verschiedenen Verbraucherthemen kostenlos abgerufen werden. Neben Krankenversicherung sind andere Versicherungsbereiche wie Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung oder Rentenversicherung zentrale Themen des Portals.
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Datum: 11.04.2012 - 09:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 613892
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Kategorie:
Finanzwesen
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