Neues Deutschland: Entwicklungshilfe: Neu denken
ID: 618491
auch Deutschland nicht mehr unter den wirtschaftsstärksten Nationen
dieser Welt befinden. Heißt das im Umkehrschluss, dass wir per
Entwicklungshilfe jene finanzieren, die uns demnächst überholen?
Nein, dazu sind die Zahlungen einfach zu gering. Nicht einmal 0,4
Prozent des Bruttonationaleinkommens wenden die Deutschen dafür auf.
Es sind nicht Spendengelder, die den Boom der Schwellenländer
finanzieren, sondern unser Eigennutz. Wir kaufen jenen Staaten ihre
Exportgüter - seien es Rohstoffe oder Konsumgüter - einfach ab. So
generiert das derzeitige Wirtschaftssystem auch in den vormals armen
Staaten großen Reichtum. Allerdings sorgt dieses System ebenfalls
dafür, dass dieser ungerecht verteilt ist. Schon jetzt lebt ein
Großteil jener mehr als eine Milliarde Menschen, die unterhalb der
absoluten Armutsgrenze vegetieren, in Schwellenländern wie Indonesien
oder Brasilien. Soll man dort Projekte unterstützen, wenn die lokalen
Eliten dem Luxus frönen und sich nicht um ihre Armen kümmern? Ja.
Schließlich hat der Westen den meisten dieser Staaten den
Kapitalismus aufgezwungen. Doch die klassische Entwicklungshilfe
verfängt hier nicht mehr. Es bedarf neuer Strategien. Ein globaler
Kontrakt, der die reichen Länder ebenso bindet wie die aufstrebenden
und armen. Eine Welt, die durch Klimawandel, Überbevölkerung und
Raubbau an der Natur in ihrer Existenz gefährdet ist, braucht die
globale Kooperation. Aber dazu müsste man Entwicklungshilfe völlig
neu denken.
Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.04.2012 - 18:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 618491
Anzahl Zeichen: 1810
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 232 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: Entwicklungshilfe: Neu denken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neues Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von Neues Deutschland
Der letzte Fisch - Ein Essen mit Sterne-Köchen ...
Presse-Einladung Sehr geehrte Damen und Herren, die Deutschen lieben Lachs, Kabeljau und Co. - so sehr, dass die Eigenproduktion der deutschen Seefischerei drei Mal höher sein müsste als derzeit möglich ist, um unseren Appetit zu stillen. Statt aber unsere Nachfrage dem Angebot anzupass
Steinmaier (SPD): Das Rederecht der Abgeordneten sollte ausgeweitet werden/ Zu Breivik: Monstrosität übersteigt Vorstellungen ...
Bonn/Berlin, 17. April 2012 - SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier erhofft sich durch die angestrebte Neuregelung des Rederechts von Abgeordneten eine Belebung im Deutschen Bundestag. Die Debatte müsse "schnellstens vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Wir brauchen mehr Lebendigkei
WAZ: Nur Verlierer in Kabul - Kommentar von Willi Germund ...
Afghanistans Regierung brauchte gerade mal einen Tag, um die üblichen Verdächtigen zu identifizieren. Bei den Talibankämpfern, die das Machtzentrum Kabuls in ein Schlachtfeld verwandelten, habe es sich um Taliban-Milizen gehandelt, die in Pakistan beheimatet sind. Der Vorfall zeigt: Egal wie
Deutsche Umwelthilfe fordert von Regierung klares Nein zu "EU-Markteinführungshilfen" für Atomkraft ...
Vorstoß aus Großbritannien, Frankreich, Tschechien und Polen zur Förderung von Atomkraft als CO2-arme Energie absurd - DUH verlangt klare Positionierung der Bundesregierung - Atomkraft "nicht nur sicherheitstechnisch, sondern auch finanztechnisch eine Hochrisikotechnologie" - Neue A




