Pal Dragos: Frauenquote und bürgerliches Denken – Emanzipation vom Geschlecht
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Die Frauenquote, wie sie im heutigen politischen Leben verbissen gefordert wird, ist ein Relikt des altbürgerlichen Denkens. Wer das Geschlecht zum Gegenstand der Regulierung machen möchte, will im Bereich des Trieblebens regulieren. Die geschlechtliche Identität (Mann oder Frau) ist triebbezogen.
Das auslaufende Modell des altbürgerlichen Subjekts (klassisches Subjekt) wurde durch die kollektive Moral, durch das Über-Ich, beeinflusst und in seiner Individualität manipuliert. Die Frauenquote ist eine nicht mehr zeitgemäße Vorstellung von einer Gesellschaft, die die menschliche Freiheit mit individueller Ethik fordert und die altbürgerliche Subjektentwicklung nicht mehr mit kollektivistisch-biologischen Maßnahmen konservieren will. Wir benötigen keine Subjekte aus der Konserve, wir benötigen das lebendige Subjekt.
Das lebendige Subjekt ist nicht mehr auf das Geschlecht fixiert. Es erkennt, dass die Rollen wie Mann und Frau, als Folgen einer kulturellen Entwicklungsperiode zu verstehen sind. Kulturbezogene Machtspiele (zugunsten des menschlichen Geschlechts) wurden in einem biologischen Kostüm vorgetragen, anerzogen und zwangsweise internalisiert. Die Emanzipation von solchen Machtspielen kann nicht durch die Einführung von neuen Machtspielen (wie der Frauenquote) ersetzt werden.
Das Geschlecht hat seine Relevanz nur für das Triebleben, nicht jedoch für die Arbeit oder für die soziale Kommunikation. Die letzten beiden würden durch eine Einmischung des Trieblebens nur „egoisiert“ und fremdbestimmt. Das ist jedoch keine Emanzipation, sondern Unfreiheit.
Kostenfreie Leseproben aus den Büchern vom Autor finden Sie unter: www.pal-dragos.de
Zum Thema Feminismus siehe auch die Pressemitteilung vom 9.2.12 von Pavel Vitalis: „Feminismus – Unterwerfung der Frau in der katholischen Kirche – Leibsoziologie - Schröder vs. Schwarzer“.
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Die Strukturationstheorie basiert auf dem Verständnis der Struktur lebendiger Systeme. Sie berücksichtigt die Erkenntnisse der Leibphilosophie und setzt sich kritisch mit der Theologie aus der Sicht des Leibverständnisses auseinander. Die Strukturationsforschung fühlt sich der Interdisziplinarität verpflichtet.
Das Institut wird von Pal Dragos, Dr./Med. Univ. Budapest, M.A., Dipl. Soz., Dr. phil., MBA Univ. Cardiff, Dr./Managementfakultät der Comenius-Universität in Bratislava (akademische Titel in der Reihefolge des Erwerbs) geleitet.
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Datum: 24.04.2012 - 08:12 Uhr
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