Neue OZ: Kommentar zu Vorratsdatenspeicherung
ID: 626273
Es wirft ein schlechtes Licht auf die Bundesregierung, dass sich
zwei ihrer Minister in Sachen Vorratsdatenspeicherung bis zum letzten
Tag unwillig oder unfähig zum Kompromiss zeigten. Auch Kanzlerin
Angela Merkel scheut in dieser Frage offenbar vor den Landtagswahlen
in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ein Machtwort innerhalb
der schwarzgelben Koalition. Zwar redet Innenminister Hans-Peter
Friedrich die Sache jetzt klein. Faktisch jedoch droht Deutschland
nun ein millionenschweres Bußgeld. Und das liegt vor allem daran,
dass Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in ihrer Blockadehaltung
verharrt und die von Brüssel gesetzte Frist verstreichen ließ.
Es gibt weit sinnvollere Verwendungen von Haushaltsmitteln des
Bundes als Strafzahlungen an die EU-Kommission. Doch das ist nur die
eine Seite. Tatsächlich bedeutet das Vorgehen: Ausgerechnet die
deutsche Justizministerin weigert sich beharrlich, die EU-Richtlinie
in deutsches Recht umzusetzen. Dieser Widerstand brüskiert die Opfer,
weil Straftaten aufgrund mangelnder Speichermöglichkeiten nicht mehr
aufgeklärt werden können. Ermittler, die in ihrer täglichen Praxis
mit der Aufklärung schwerer Verbrechen zu tun haben, können daher
nicht das häufig gezeichnete Schreckensbild einer angeblich
unersättlichen Datensammelwut des Staates verstehen. Denn ohne einen
richterlichen Beschluss ist derzeit ein Zugriff ohnehin nicht
möglich.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.04.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 626273
Anzahl Zeichen: 1736
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 253 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Vorratsdatenspeicherung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w
Wolfgang Kubicki: "Eine inhaltliche Neuaufstellung auf dem Parteitag brauchen wir nicht" / Designierter FDP-Parteichef will ehemalige Wähler "mit klarer Sprache" zurückholen ...
Der Kandidat für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki, hat kurz vor dem Parteitag der Liberalen in Berlin erklärt, dass er eine inhaltliche Neuaufstellung der FDP derzeit nicht für notwendig hält. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 74-Jährige: "Eine inhaltliche N
Wolfgang Kubicki will E-Auto-Subventionen streichen / Designierter FDP-Parteichef hält Förderung für nicht zielführend - "Französische und chinesische Anbieter und reiche Eltern profitieren& ...
Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält die staatliche Förderung von E-Autos für nicht zielführend und würde sie komplett streichen, um mit dem Geld Steuersenkungen zu ermöglichen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er: "Die E-Mobilitäts-Subventionen kön
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Westdeutsche Zeitung: Polizeiliche Großaktionen/ Die Verantwortung eines Innenministers ...
Von Horst Kuhnes Als Innenminister hat man keinen leichten Job - und man trägt eine sehr große Verantwortung. Zu den Vorteilen des Amtes zählt jedoch zweifelsohne, dass man einen großen Apparat zur Verfügung hat, mit dessen Hilfe man es schnell in die positiven Schlagzeilen schaffen kann
Südwest Presse: Kommentar zu Passagierdaten ...
Was den US-Sicherheitsbehörden dient, dürfte den Fahndern in den 27 EU-Staaten auch helfen. So lautet wohl das Kalkül der EU-Innenminister. Und nachdem das Europaparlament den Datenaustausch mit den Amerikanern abgenickt hat, warum sollte es sich dem Begehr der eigenen Sicherheits- und Geheim
WAZ: Gewalt und Geschäft - Kommentar von Dietmar Seher ...
Es ist albern, hinter der Rocker-Razzia von Aachen eine Wahlkampfaktion des sozialdemokratischen Landesinnenministers zu vermuten. Nein. Was Ralf Jäger jetzt getan hat, wurde höchste Zeit. Ereignisse wie in Mönchengladbach im Januar signalisieren längst, dass sich Rivalitäten zwischen Bandid
"DER STANDARD"-Kommentar: "Gebt die Unis frei!" von Lisa Nimmervoll ...
Es reicht jetzt wirklich. Die Universität Wien, schon größenmäßig quasi das Flaggschiff der österreichischen Uni-Flotte, hat als erste Uni im Senat die Frage der autonomen Einhebung von Studiengebühren zur Abstimmung vorgelegt. Das war keine Juhu-wir-holen-uns-Studiengebühren-Aktion, sondern




