Lohn für ehrenhaften Einsatz / Stiftung Meridian ruft Estrongo Nachama Preis für Toleranz und Zivilcourage ins Leben
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Dieter Hallervorden, Margarete Koppers (amtierende
Polizeipräsidentin), Dr. Gideon Joffe (Vorsitzender der jüdischen
Gemeinde zu Berlin), Barbara Loth (Staatssekretärin für Arbeit,
Integration und Frauen) und zahlreichen Mitgliedern der Berliner
Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wurde heute der neugeschaffene
"Estrongo Nachama Preis für Toleranz und Zivilcourage" von der
Stiftung Meridian der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Preis soll ab
2013 einmal jährlich an Menschen verliehen werden, die sich im Kampf
gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus stark machen
und für diskriminierte Minderheiten eintreten.
"Mit dem Estrongo Nachama Preis soll Berliner Bürgern gedankt
werden, die Mut zeigen, wo Gewalt herrscht, couragiert handeln, wo
Hilfe benötigt wird und damit ein Beispiel geben für das Gute im
Menschen, für einen praktizierten Humanismus im Alltag. Das gehört
belohnt", erklärt Michael Arndt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung
Meridian das Engagement. Preisträger kann eine natürliche oder
juristische Person sein, die sich durch besondere Verdienste im
Bereich Toleranz und Zivilcourage hervorgetan hat. Die Nominierten
können postalisch von Berliner Bürgern sowie den Mitgliedern des
Kuratoriums vorgeschlagen werden. Am 04. Mai 2013 findet dann die
Ehrung des Preisträgers statt. "Gerade in Berlin, einer Stadt mit
hoher Kriminalitätsrate und Gewaltstraftaten in der Öffentlichkeit,
kann die Bedeutung von Preisen im Rahmen der Zivilcourage gar nicht
hoch genug eingeschätzt werden. Dies gilt in gleicher Weise für
Toleranz sowie im Umgang miteinander", stellt die amtierende
Polizeipräsidentin fest.
Gleichzeitig soll mit der Auszeichnung auch dem Namensgeber, dem
weltbekannten Oberkantor Estrongo Nachama gedacht werden. Ein Mann
der sich Zeit seines Lebens für den interreligiösen Dialog eingesetzt
und Grenzen überwunden hat. "Das Nachkriegsjudentum wurde geprägt von
zwei Auschwitzüberlebenden: Heinz Galinski und Estrongo Nachama.
Seine Biografie ist Integration und Toleranz in Reinform", so Dr.
Gideon Joffe. Prof. Dr. Andreas Nachama, Sohn Estrongo Nachamas und
geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors
freut sich über die mit dem Preis verbundene Auszeichnung seines
Vaters: "Estrongo Nachama hat, wann immer es möglich war etwas zu
bewegen, gehandelt. Dieser Preis ist daher ganz in seinem Sinne und
ist gleichzeitig ein Andenken an ihn, womit ihm ein lebendiges
Denkmal gesetzt wird". Nachama übernimmt auch den Vorsitz des
Kuratoriums zu dem darüber hinaus Dr. Andreas Penk (Vorsitzender der
Geschäftsführung Pfizer Deutschland), Georgia Tornow
(Geschäftsführerin Boulevard der Stars), Dr. Jens-Uwe Hinder (Partner
Hogan Lovells), Petra Götze (Journalistin), Gerd Nowakowski
(Journalist), Dipl. Ing. Gert Eckel (Architekt) und Frank Schmeichel
(Geschäftsführer Business Network) gehören.
"Auch in einer eigentlich weltoffenen Stadt wie Berlin muss
Zivilcourage immer wieder neu belebt werden. Deswegen ist ein Preis
wie der Estrongo Nachama Preis eine ganz wichtige Ermutigung für alle
Bürger unserer Stadt - den Eingesessenen und Zugezogenen, den Alten
und den Jungen gleichermaßen. Ich freue mich auf viele Bewerber!",
sagt Georgia Tornow, Mitglied des Kuratoriums. Dieter Hallervorden,
der Intendant des Schloßpark-Theater, fügt ergänzend hinzu: "Berlin
ist eine Stadt, in der so viele Kulturen leben, so dass es wichtig
ist, ein Zeichen zu setzen." Jeweils am 04. Mai eines jeden Jahres,
Estrongo Nachamas Geburtstag, soll die mit 10.000 Euro dotierte
Auszeichnung vergeben werden.
Bewerbungen können ab sofort per Email an
estrongo-nachama-preis@meridian-stiftung.de gesandt werden.
Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2012.
Pressekontakt:
Business Network
Rilana Mahler
Fasanenstraße 47
10719 Berlin
Tel.: 030 / 81 46 46 0-12
Mobil: 0151 / 61 10 32 34
Fax: 030 / 81 46 46 0-44
E-Mail: rm@businessnetwork-berlin.com
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Datum: 04.05.2012 - 14:08 Uhr
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