NRZ: Provokation ist nicht Meinungsfreiheit - Kommentar zu den Salafisten von Manfred Lachniet
ID: 634004
Mohammed-Karikaturen schwenken dürfen - dann hat das mit
Meinungsfreiheit überhaupt nichts zu tun. Schließlich geht es den
Rechtsaußen ja nicht um die ernsthafte politische Auseinandersetzung,
sondern allein um die Provokation. Sie wollen mit primitivsten
Mitteln maximale Aufmerksamkeit erreichen. Und wenn es Randale gibt,
dann nehmen sie das gern in Kauf. Wahl-Kampf bekommt da eine
furchtbare Bedeutung. Für Demokraten ist es nur schwer auszuhalten,
wenn sich ausgerechnet Rechtspopulisten von der Partei Pro NRW nun
auf ihr Recht auf Meinungsfreiheit berufen dürfen. Dass
NRW-Innenminister Jäger ihnen dieses Grundrecht gerichtlich nehmen
wollte, zeugt zwar von Konsequenz, weise war es aber nicht. Denn so
dürfen die Rechtspopulisten nicht nur brüllen, sondern auch noch
feixen über den Staat. Für unsere Demokratie ist es nicht leicht,
aber grundlegend, dass sie sich auch mit geschmacklosen oder
anstößigen Formen des Protestes auseinandersetzen muss. Verbote
bewirken oft nur, dass sich Radikale als Opfer gerieren dürfen. Auf
der anderen Seite der Szene agieren auch die Islamisten mit
verschlagenen Methoden: Dass die Salafisten hochgefährlich sind und
nichts von Demokratie halten, haben die vergangenen Wochen gezeigt.
Nach der Messerattacke auf Polizisten hat der Grad der
Auseinandersetzung eine besorgniserregende Stufe erreicht. Und wenn
ein Salafist auch noch als Polizeibeamter für den Staatsschutz
gearbeitet haben sollte, dann bringt das die Polizei in
Erklärungsnöte. Extremisten haben dort nichts zu suchen. Polizei und
Verfassungsbehörden müssen beide Gruppierungen scharf beobachten und
das Aufkeimen von Gewalt hart bestrafen; dazu gehören auch Hetze,
Verleumdung oder üble Provokation. Radikale sind niemals an der
Lösung von Konflikten interessiert; sie schüren sie stattdessen, um
sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Das darf der Staat nicht
hinnehmen.
Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion
Telefon: 0201/8042616
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.05.2012 - 19:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 634004
Anzahl Zeichen: 2291
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 211 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NRZ: Provokation ist nicht Meinungsfreiheit - Kommentar zu den Salafisten von Manfred Lachniet"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen mutmaßlich unzulässiger Gewaltausübung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Justizministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe und o
Seine Mission heißt: Ausgleich / NRZ-Kommentar von Jan Jessen zur Wahl des New Yorker Bürgermeisters ...
Ein erst 34-jähriger in Uganda geborener Sohn indischer Eltern wird in den kommenden Jahren als Bürgermeister die Geschicke der Metropole New York leiten. Zohran Mamdani, Muslim und erst seit sieben Jahren US-Bürger, hat eine Aufsteigergeschichte geschrieben, wie sie wohl nur in den USA möglich
NRZ: Zahl der freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern aus NRW ist deutlich gestiegen ...
Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer aus Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) hervor. Zwischen Januar und Oktober 2025 haben 2.122 Asylbewerberinnen und Asylbewerber das Land fr
Weitere Mitteilungen von Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Westdeutsche Zeitung: Urteil Finanzierung deutsche Einheit = von Peter Kurz ...
Ein geschlossener Kinderspielplatz, an dem die Klettergerüste demontiert wurden, weil sich die Stadt die Unterhaltung nicht mehr leisten kann. Das gibt es nicht nur in Wuppertal, sondern auch in anderen NRW-Städten. Es ist oft beklagt worden: Hoch verschuldete Kommunen müssen Leistungen für
Südwest Presse: KOMMENTAR · FLUGHAFEN ...
Ganze 20 Jahre lang plant ein Heer von Politikern, Architekten und Ingenieuren am Riesenprojekt Berliner Flughafen herum. Keine vier Wochen vor der Eröffnung stellt der TÜV fest, dass der Brandschutz nicht ausreichend getestet werden kann, die Betreiber müssen die mit großem Brimborium angekÃ
Kündigungen und befristete Arbeitsverträge nur noch schriftlich ...
Seit 1.5.2000 ist das Arbeitsgerichtsbeschleunigungsgesetz, das Gesetz zur Vereinfachung und Beschleunigung des arbeitsgerichtlichen Verfahrens in Kraft. Es ändert nicht nur verfahrensrechtliche Regelungen des Arbeitsgerichtsgesetzes, sondern trifft auch eine wichtige Neuregelung im materiellen A
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Röttgen kämpft um Wählermobilisierung Akt der Verzweiflung PETER JANSEN, DÜSSELDORF ...
Es klingt nach einem Akt der Verzweiflung, wenn CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen die NRW-Wahl zu einer Abstimmung über den europäischen Stabilitätskurs seiner Bundeskanzlerin Angela Merkel hochstilisieren will. Die neue Interpretation der Landtagswahl ist schon deshalb unsinnig, weil Merke




