Neue OZ: Kommentar zu Schauspielschüler
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Das könnte Schule machen, denkt wohl jeder, der den in die
Jauch-Sendung polternden Schauspielschüler erlebt hat. Jahrelang üben
die angehenden Darsteller oder Regisseure öffentliches Auftreten.
Kein Wunder, dass sie die medialen Strippen kennen, an denen sie
ziehen müssen. Erst Jauch, dann Gottschalk, der sich das junge,
sympathische Politikum auf den letzten Metern seiner floppenden
Talk-Sendung nicht entgehen lassen konnte. Jetzt haben die Schüler,
was sie erreichen wollten: Der zentrale Bau kann doch kommen. Und
Menschen, die noch nie etwas von der Ernst-Busch-Schule in Berlin
gewusst haben, sind im Bilde. Obwohl sie sicher längst
Busch-Absolventen kennen, von Henry Hübchen über Corinna Harfouch bis
zu Devid Striesow.
Erfolg findet schnell Nachahmer, wie der neue, barbusige
Frauenprotest "Femen" zeigt. Fragt sich nur, wie elastisch unsere
demokratische TV-Öffentlichkeit dann reagiert, wenn Live-Sendungen
vermehrt dazu genutzt werden, ein Millionenpublikum zu alarmieren.
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Datum: 10.05.2012 - 22:00 Uhr
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