Neue OZ: Kommentar zu Documenta
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Sie ist das Weltgedächtnis der modernen Kunst und ebenso gut ihr
Labor, ihre Plattform, ihr mediales Hyper-Format: Die Documenta taugt
für jeden Superlativ. Denn sie macht nicht allein die kulturelle
Bilanz der jeweiligen Gegenwart auf, sondern entwirft auch ein Bild
der Zukunft. Die Documenta versöhnt nicht, sie fordert als Werkstatt
und Labor, Forschungsareal und Debattenarena. Ein "Museum der 100
Tage" ist dieses Kunstformat schon lange nicht mehr, viel eher schon
Passage in ein Leben, dessen Umrisse wir gerade erst zu ahnen
beginnen.
Ob Carolyn Christov-Bakargiev eine gelungene Documenta abliefern
wird, kann heute noch niemand wissen. Nach der missglückten, weil
verzettelten und künstlerisch lauen D 12 von Roger M. Buergel sind
die Erwartungen immens. Christov-Bakargiev stellt immerhin radikale
Fragen, sie bereiste die Welt, um frische Positionen der Kunst zu
finden, kartiert das Kasseler Documenta-Terrain neu. Die Chancen
stehen gut für eine gelungene D 13.
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Datum: 18.05.2012 - 22:00 Uhr
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