Badische Neueste Nachrichten: Mehr Aufmerksamkeit
ID: 642882
Präsidenten wird Serbiens Weg nach Europa erheblich schwieriger. Der
angeblich geläuterte Pro-Europäer müsste sich erst das Vertrauen der
EU erringen, die ihn eher für einen unzuverlässigen Populisten hält.
Nikolics Sieg zwingt Brüssel aber auch, dem Balkan wieder mehr
Aufmerksamkeit zu widmen als zuletzt. Euro-Krise, das Sorgenkind
Griechenland und anderes mehr haben die Region in den Hintergrund
gedrängt. Der unterlegene Tadic hat in seinen bisher acht Amtsjahren
die Lage seines Landes spürbar stabilisiert. Das ist nicht
unerheblich, denn Serbien spielt eine zentrale Rolle für eine
dauerhafte Befriedung auf dem Balkan. Die Beziehungen zu den
Nachbarländern Kroatien und Bosnien-Herzegowina, die unter der
früheren Kriegspolitik Belgrads schwer gelitten haben, wurden
merklich verbessert. Diese positive Bilanz ist mit Nikolic als
Präsident erst einmal infrage gestellt. Das Regieren in Belgrad wird
also sehr viel schwieriger werden: Denn Tadics Demokratische Partei
(SPS) und die erstarkten Sozialisten (SPS) haben sich bereits auf die
Fortsetzung der Koalition geeinigt. Und Präsident und Regierung haben
unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft des Landes. Allein die
Anerkennung Kosovos als eigener Staat, zu der Tadic in Prinzip bereit
wäre, rückt wieder in weite Ferne. Die Lösung der Kosovo-Frage hat
aber die EU als Bedingung für die Beitrittsverhandlungen gestellt,
deren Beginn ab 2013 nun gefährdet ist. Gefährdet ist auch der
innenpolitische Reformkurs der letzten Jahre. Dass mit Nikolic als
Präsident die staatsmafiosen Strukturen aus der Milosevic-Ära endlich
aufgebrochen werden, ist eher unwahrscheinlich.
Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung@bnn.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.05.2012 - 22:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 642882
Anzahl Zeichen: 2024
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Karlsruhe
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 277 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Badische Neueste Nachrichten: Mehr Aufmerksamkeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Badische Neueste Nachrichten (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Auf der Zielgeraden der Legislaturperiode haben Union und FDP noch ein Gesetz durch den Bundesrat bekommen, das die Rechte der Verbraucher nachhaltig stärkt. Mit abschreckend hohen Bußgeldern und neuen Obergrenzen für Gebühren will es unlauterer Telefonwerbung, übereifrigen Inkassobüro
Weitere Mitteilungen von Badische Neueste Nachrichten
Lausitzer Rundschau: Vorhersehbares Urteil DFB-Sportgericht weist Einspruch von Hertha BSC ab ...
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat ein vorhersehbare Urteil gesprochen - aber es hat mit dem Abweisen des Einspruchs von Hertha BSC gegen die Wertung des Chaos-Spiels bei Fortuna Düsseldorf nicht für Klarheit gesorgt. Die Abstiegsfrage in der Bundesliga bleibt also ein Sp
Lausitzer Rundschau: Kein Versöhnung, nirgends Zum Führungsstreit bei den Linken ...
Oskar Lafontaine hat bekannt geben lassen, dass er nur als Linken-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2013 zur Verfügung steht, wenn er auch Parteivorsitzender wird. Das liegt in der Logik seines Führungsverständnisses. Der Saarländer will eigentlich gar nicht gewählt werden, die Linke s
Schwäbische Zeitung: Sarrazin braucht den Euro ...
Er hat sein persönliches Geschäftsmodell gefunden. Dank geschickt ungeschickter Formulierungen provoziert Thilo Sarrazin nun erneut Widerspruch und Aufregung. Eine bessere Vermarktung für seine inhaltlich dürftigen Thesen, die jetzt wieder in Buchform in Deutschland erscheinen, gibt es für
Schwäbische Zeitung: Deutschland braucht die Nato - Leitartikel ...
Beim Nato-Gipfel war viel Kritik an den Deutschen zu hören: Sie sollten sich mehr engagieren im Bündnis, mehr Geld und Personal geben, sich so ins Zeug legen, wie sie es bei der Rettung des Euro täten. Da konnte der Eindruck entstehen, dass Berlin eigentlich nur noch pro forma in dem Bündnis s




