stern.de zur Dienstwagenaffäre in Brandenburg: Ärger wegen angeblichem Platzeck-Privileg

stern.de zur Dienstwagenaffäre in Brandenburg: Ärger wegen angeblichem Platzeck-Privileg

ID: 646370
(ots) - In der Dienstwagenaffäre der Brandenburger
Landesregierung sorgte der Vorwurf einer Sonderbehandlung für
Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) behördenintern für massiven
Ärger. Wie stern.de, das Online-Angebot des stern, berichtet, erhob
ein Mitarbeiter des Brandenburger Landesbetriebs für Liegenschaften
und Bauen (BLB) diesen Vorwurf. Der BLB betreibt den Fuhrpark der
Landesregierung. Der BLB-Mitarbeiter kritisierte in einem internen
Vermerk, dass Landesfinanzminister Helmuth Markov (Linke) nach einer
Überprüfung der Fahrtenbücher zwar fast allen Ministern und
Staatssekretären höhere zu versteuernde geldwerte Vorteile berechnen
habe lassen, im Fall Platzecks aber auf eine Neuberechnung verzichtet
worden sei.

Dass Platzeck und einige wenige andere Potsdamer Amtsträger,
darunter Markovs zuständige Staatssekretärin Daniela Trochowski,
"nicht nachträglich in Anspruch genommen wurden", beruhe "auf einer
alleinigen Entscheidung" des Finanzministeriums, klagte der
BLB-Mitarbeiter in einem Vermerk vom 16. Januar: "Gegen diese
Entscheidung bestehen hier erhebliche Zweifel." Nach Ansicht des
BLB-Experten hätten "die Fahrtenbücher aller Nutzer verworfen" und
die geldwerten Vorteile nachträglich nach der so genannten
Ein-Prozent-Methode "errechnet werden müssen". Damit ist die
Standardbesteuerung gemeint, bei der pauschal pro Monat mindestens
ein Prozent des Bruttolistenpreises der Karosse veranschlagt wird.
Sollte diese Neuberechnung nicht in allen Fällen geschehen, so die
Sorge des BLB-Mitarbeiters, wäre ein "Straftatbestand" erfüllt, "da
die Abrechnung und Meldung in Kenntnis der nicht gesetzmäßigen
Führung der Fahrtenbücher erfolgen würde". Der Verdacht einer
Straftat träfe dann, so der Bedienstete, "alle mit der Angelegenheit
befassten Mitarbeiter", auch beim BLB.



BLB-Geschäftsführer Volker Bargfrede antwortete dem Mitarbeiter am
2. Februar: "Vor dem Hintergrund der Gefahren für das Ansehen der
Landesregierung, der politischen Bedeutung sowie der von ihnen
dargelegten möglichen strafrechtlichen Relevanz werden wir versuchen,
die offenen Punkte einer Klärung zuzuführen."

Der BLB verwies auf Anfrage von stern.de auf das
Landesfinanzministerium. Dort wurde bestritten, dass es
Sonderbehandlungen gegeben habe. Man habe "wo erforderlich, die
entsprechenden lohnsteuerrechtlichen Konsequenzen gezogen". Das Land
sei damit "seinen steuerrechtlichen Pflichten in vollem Umfang
nachgekommen". Ähnlich äußerte sich Platzecks Staatskanzlei. "Die
Frage einer Ungleichbehandlung stellt sich nicht", teilte ein
Sprecher auf Anfrage von stern.de mit.

Den gesamten Artikel lesen Sie unter:

http://www.stern.de/platzeck



Pressekontakt:
stern-Reporter
Hans-Martin Tillack
stern-Büro Berlin
Telefon: 030-202240

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  OV: Ein Vorstoß zur Unzeit
Thema: Cent-Münzen vor dem Aus
Von Giorgio Tzimurtas Neue OZ: Kommentar zu Organspende-Reform
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.05.2012 - 11:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 646370
Anzahl Zeichen: 3159

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hamburg



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 296 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"stern.de zur Dienstwagenaffäre in Brandenburg: Ärger wegen angeblichem Platzeck-Privileg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Gruner+Jahr, stern.de (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Gruner+Jahr, stern.de


OV: Steppenwolf im Rotlicht Thema: Die Razzia gegen die Rocker Von Dirk Dasenbrock ...
Großrazzia gegen die norddeutschen Hells Angels: Man kann der Polizei nicht vorwerfen, dass sie das großkriminelle Potential dieser Gruppe inzwischen nicht erkannt hätte. Dabei hat alles mal ganz harmlos angefangen. Gegründet wurde die Gang 1948 im kalifornischen Fontana. Es ging erstmal

OV: Ein Vorstoß zur Unzeit Thema: Cent-Münzen vor dem Aus Von Giorgio Tzimurtas ...
Ich gebe es zu: Bei aller Liebe zu Europa und bei aller Überzeugung, dass der Euro ein Segen ist - ich habe mich auch schon über das viele Kleingeld geärgert. Das ausgebeulte Portemonnaie - irgendwie lästig. Zugleich aber habe ich das als gutes Zeichen aufgefasst: Wenn diese Mengen an Mü

Neue OZ: Kommentar zu Giftmüll / Bhopal ...
Unpopulär, aber verantwortungsvoll 350 Tonnen Giftmüll aus dem indischen Bhopal sollen in Deutschland entsorgt werden: Das ist ein brisanter Plan, der verunsichert und Ängste weckt. Denn der Ort Bhopal ist mit dem schlimmsten Chemieunfall der Geschichte verbunden , mit Verätzungen und Taus

Neue OZ: Kommentar zu Merkel / Opposition / Fiskalpakt ...
Kraftprobe Machtspiele im Kanzleramt: Beim Ringen um die Zustimmung zum Fiskalpakt nutzt die Opposition die Gunst der Stunde für eine Kraftprobe. In erster Linie geht es um Sparpolitik und Wachstumsimpulse. Zugleich versuchen Grüne und SPD aber auch, der Bundeskanzlerin die Deutungshoheit


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z