Kritik an Verzögerungen bei Asse-Räumung
ID: 647743
Räumung des ehemaligen Salzstocks Asse II hat die Bürgerinitiative
"AufpASSEn e.V." der Bundesregierung vorgeworfen, unnötig Zeit
verstreichen zu lassen.
Nach dem bislang nicht veröffentlichten Rahmenterminplan des
Bundesamts für Strahlenschutz, der der Sendung "Menschen und
Schlagzeilen" im NDR Fernsehen vorliegt, soll die Räumung der Asse
deutlich später beginnen als bisher erwartet. Der Terminplan wurde
von der Firma "Arcadis Deutschland GmbH" im Auftrag des Bundesamtes
erstellt. Danach kann mit der Rückholung der Fässer nicht vor dem
31.12.2036 begonnen werden. Beim Start des Projektes im Jahr 2010 war
die Bundesregierung noch davon ausgegangen, dass die Arbeiten
spätestens bis 2028 abgeschlossen werden könnten. Nach dem
vorliegenden Rahmenterminplan soll nun erst 2029 entschieden werden,
ob der Atommüll tatsächlich aus dem Bergewerk herausgeholt werden
kann. Vor dem Hintergrund eines unkontrollierbaren Wassereinbruchs in
der Asse scheint das Gelingen der Rückholung angesichts der
Verzögerungen ungewiss. Das Bundesamt für Strahlenschutz bestätigte
die Informationen aus dem Terminplan gegenüber "Menschen und
Schlagzeilen". Eine Stellungnahme des Bundesumweltministeriums steht
noch aus.
Der Sprecher der Initiative "AufpASSEn e.V.", Udo Dettmann,
äußerte gegenüber "Menschen und Schlagzeilen" deutliche Kritik. Es
sei ein Ausdruck mangelnder Transparenz und
Öffentlichkeitsbeteiligung, dass der aktuelle Terminplan unter
Verschluss gehalten werde, statt ihn frühzeitig mit den Bürgern zu
besprechen, so Dettmann
Die vom Bundesamt geplante Phase der Faktenerhebung vor Beginn der
Räumung bezeichnete Dettmann als "Zeitverschwendung". Es sei ohnehin
davon auszugehen, dass sich die eingelagerten Fässer mit Atommüll in
einem "desaströsen Zustand" befänden und die Rückstände mit Baggern
beseitigt werden müssten. Vor dem Hintergrund eines drohenden
Einsturzes der Asse sagte Dettmann: "Ein Nichtstun birgt eine große
Gefahr." Vom neuen Bundesumweltminister Peter Altmaier erwarte die
Bürgerinitiative ein sehr schnelles Handeln.
Pressekontakt:
NDR Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Telefon: 040 / 4156 - 2304
Fax: 040 / 4156 - 2199
i.bents@ndr.de
http://www.ndr.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.05.2012 - 13:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 647743
Anzahl Zeichen: 2614
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 176 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kritik an Verzögerungen bei Asse-Räumung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NDR Norddeutscher Rundfunk (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ein gefeierter Gastrokritiker (Axel Milberg) schreibt unter Verlust seines Geschmackssinns quasi aus Versehen eine völlig vernichtende Kritik und ruiniert damit ein brandneues Spitzenrestaurant. Als er sich ausgerechnet in dessen Sterneköchin und Mitinhaberin (Maren Eggert) verliebt, muss er sich
NDR Filmpreis für den Nachwuchs 2026 für den Film „Staatschutz“ von Faraz Shariat ...
Regisseur Faraz Shariat hat für seinen Film "Staatschutz" am Sonntagabend, 7. Juni, den NDR Filmpreis für den Nachwuchs 2026 erhalten. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des 36. Internationalen Filmfests Emden-Norderney vergeben. Der Preis ehrt traditionell den deutschen Erstlings- oder zw
NDR startet Publikumsaktion „VEREINt im Norden“ zu generationsverbindenden Vereinen ...
Startschuss für VEREINt im Norden 2026: Im Mittelpunkt der diesjährigen NDR Publikumsaktion stehen Vereine, Initiativen und Projekte, die Jung und Alt zusammenbringen und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Unter dem Motto „Zusammen stärker – Vereine, die Generationen verbinde
Weitere Mitteilungen von NDR Norddeutscher Rundfunk
"Report Mainz", heute, 29. Mai 2012, 21.45 Uhr im Ersten / Salafismus-Debatte: Islamist Reda Seyam rechtfertigt Todesurteil bei Beleidigung des Propheten Mohammed ...
Vor dem Hintergrund der Debatte um Mohammed-Karikaturen und die jüngsten Gewaltausbrüche radikaler Salafisten hat der bundesweit bekannte Islamist Reda Seyam es grundsätzlich gerechtfertigt, wenn Menschen getötet werden, die den Propheten Mohammed beleidigen. In einem Exklusiv-Interview mit
PHOENIX-LIVE: Kristina Schröder zu Kinderförderungs-Bericht und Kita-Ausbau - Mittwoch, 30. Mai 2012, 11.15 Uhr ...
PHOENIX überträgt am Mittwoch, 30. Mai 2012, ab 11.15 Uhr LIVE die Pressekonferenz von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zum Kinderförderungs-Bericht und zur Vorstellung eines Zehn-Punkte-Plans zur Beschleunigung des Kita-Ausbaus. Außerdem geben Bernd Althusmann (Kultusminister Niede
"Report Mainz", heute, 29. Mai 2012, 21.45 Uhr im Ersten / Ermittlungen gegen "Kaufland" / Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft Sozialversicherungspraxis bei osteuropäischen Werkve ...
Bei ihren Ermittlungen wegen mutmaßlich illegaler Schweinwerkverträge bei dem Lebensmittelkonzern "Kaufland" überprüft die Staatsanwaltschaft Stuttgart das von osteuropäischen Werkvertragsfirmen praktizierte Sozialversicherungsmodell. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Rep
"Report Mainz", heute, 29. Mai 2012, 21.45 Uhr im Ersten/ 200.000 Hartz-IV-Empfängern wurde 2011 der Strom abgestellt / Arbeitslosengeld II reicht nicht für gestiegene Stromkosten ...
Menschen, die von Arbeitslosengeld II leben, können immer häufiger ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen. Deshalb haben die Energieversorger im vergangenen Jahr rund 200.000 Hartz-IV-Empfängern den Strom gesperrt. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in seiner heut




