Untersaaten in Biomais: Wirksame Maßnahme gegen Unkraut
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Untersaaten in Biomais: Wirksame Maßnahme gegen Unkraut
(aid) - Der Anbau von Mais spielt in der ökologischen Landwirtschaft eine untergeordnete Rolle. Ein Grund dafür ist die schwierige Bekämpfung spät auflaufender Unkräuter. Als arbeitssparende Maßnahme zur nachhaltigen Unterdrückung von Unkraut werden seit längerem Untersaaten diskutiert, die man etwa vier bis fünf Wochen nach dem Mais aussät. Im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) untersuchen Wissenschaftler der Universität Göttingen zurzeit, inwieweit verschiedene Untersaaten die häufigsten Problemunkräuter ausreichend unterdrücken können und ob sie das Maiswachstum negativ beeinflussen.
Als Untersaaten wählten die Forscher unter anderem Winterroggen, Erdklee, Buchweizen, Welsches Weidelgras und verschiedene Mischsaaten dieser Arten. Die Zwischenergebnisse aus dem ersten Jahr der insgesamt dreijährigen Studie zeigen, dass alle acht geprüften Untersaatvarianten die Unkräuter ausreichend unterdrücken. Im Vergleich zur Kontrolle ohne Untersaat reduzierte sich das Unkrautaufkommen mit den verschiedenen Untersaaten um 40 bis 80 Prozent. Während der Winterroggen deutlich unter dem Lichtmangel durch die wachsenden Maisbestände litt, entwickelten sich Buchweizen und Welsches Weidelgras trotz der Beschattung gut. Erdklee bildete insgesamt wenig Biomasse, bedeckte den Boden aber sehr gleichmäßig und hatte so eine gute Unkraut unterdrückende Wirkung.
Eine Konkurrenz der Untersaaten gegenüber dem Mais konnte bei keiner Variante beobachtet werden. Die Kornerträge fielen mit Untersaat nicht signifikant niedriger aus als in der Kontrolle. Dagegen scheint die Sortenwahl beim Mais einen gewissen Einfluss auf das Zusammenspiel mit der Untersaat zu haben. Denn bei zwei der drei geprüften Maissorten lagen die Erträge mit Untersaat teilweise sogar höher als bei der Kontrollvariante. Eindeutige Empfehlungen für die Praxis wollen die Wissenschaftler nach Abschluss des Projektes im Jahr 2014 geben.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de
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Datum: 13.06.2012 - 13:01 Uhr
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