Neue OZ: Kommentar zu Salzburger Festspiele
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Ob den Kuratoren der Salzburger Festspiele mulmig wird? Mehr
Festival, mehr Zuschauer, mehr Geld: Da kann einem schon angst
werden. Auf 60 Millionen Euro wurde der Etat schon aufgestockt; sein
Vorgänger Jürgen Flimm hatte gute 10 Millionen Euro weniger zur
Verfügung. Und Pereira will noch mehr: Vier Millionen Euro, das ist
mehr als der Etat des Bremer Musikfestes. Ein Luxusproblem?
Nun, Pereira fordert nicht nur, er schafft auch ran: Sein Geld hat
er zusammen, und es gibt keinen Grund, am Finanzgebaren des gewieften
Kulturmanagers zu zweifeln. Freilich bewegt er sich am Limit: Springt
ein Sponsor ab, kommt womöglich der ganze Festivaldampfer ins
Schlingern.
Doch warum haben die Salzburger Pereira verpflichtet? Sicher
nicht, um das Festival der Avantgarde zu öffnen. Er soll den
Glamour-Faktor erhöhen, und genau das tut er. Größer, teurer,
schillernder: Diesen Kurs verfolgt Pereira, und den Kuratoren bleibt
nur eine Wahl: ihm zu folgen.
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Datum: 14.06.2012 - 22:00 Uhr
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