Der Einkauf muss und darf keine Preisdrückertruppe sein
Guido Quelle in der Wachstumswerkstatt
Prof. Dr. Guido Quelle, Geschäftsführender Gesellschafter Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund(firmenpresse) - Dortmund, 19. Juni 2012
"Arbeitet Ihr Einkauf im Sinne Ihrer Unternehmens- und Vertriebsstrategie - oder sind dessen Ziele vielleicht gar nicht darauf abgestimmt? Hat Ihr Einkauf überhaupt Ziele, an denen er gemessen wird?" Mit diesen Fragen eröffnete Prof. Dr. Guido Quelle am Montag die fünfte Telekonferenz der diesjährigen Wachstumswerkstatt. Vor mehr als 200 akkreditierten Teilnehmern wies er auf das Dilemma hin, in dem sich der Einkauf in vielen Unternehmen befindet: Ohne funktionierende Schnittstellen zu den angrenzenden Bereichen und häufig ohne eine angemessene Wertebasis wird einfach nach Preis gekauft. "Die Auswirkungen auf das nachhaltige Unternehmenswachstum werden häufig unterschätzt oder gar nicht gesehen", konstatierte der Mandat-Geschäftsführer.
Einkauf ist mehr als Beschaffung
In vielen Unternehmen wird unter Einkauf die reine Beschaffung von Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen verstanden. "Für nachhaltiges profitables Wachstum geht es jedoch um mehr", macht Guido Quelle deutlich. "Im Einkauf werden die Rahmenbedingungen der Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten geschaffen. Sie bilden die Basis für den Aufbau neuer Lieferanten und für die Sicherheit eines verlässlichen und stabilen Netzwerks, das auch Engpässen und Sonderwünschen standhält." Für Quelle ist der Einkauf auch ein wesentlicher Faktor für die Definition von Sortimenten bzw. Materialien und Rohstoffen, unabhängig davon, ob zentral oder dezentral eingekauft wird.
Einkauf braucht Werte und Führung
Dass der Einkauf beliebt ist bei Bewerbern, wundert Guido Quelle wenig. Schließlich habe ein Einkäufer eine gewisse Macht, an der keiner vorbeikäme. "Dass eine solche Schlüsselposition jedoch häufig an den Unternehmensleitbildern vorbei arbeitet, einen respektvollen Umgang außen vor lässt und nach Gutsherrenart agiert, liegt zum einen daran, dass die Führung nicht vorlebt, dass eine tragfähige Lieferantenpartnerschaft im ureigenen Interesse ist. Zum anderen spiegeln die Ziel- und Belohnungssysteme nur selten die Einkaufsqualität wider." Quelle resümiert: "Langfristige Faktoren wie Beziehung und Qualität bleiben hinter dem EBITDA zurück."
Qualität als Maßstab für den Einkauf zahlt sich aus
"Der Einkauf muss wirtschaftlich sein, das steht außer Frage", stellt der Wachstumsexperte klar. Ein guter Einkäufer sei jedoch nicht nur gut in der Beschaffung, vielmehr müsse er auch fachlich kompetent bezüglich der zu beschaffenden Güter sein. Quelle ergänzt aus seiner Erfahrung, dass es gerade beim Einkauf von Dienstleistungen häufig hilfreich sei, wenn ein Verantwortlicher aus der Fachabteilung beteiligt bleibt. Abschließend zeigt Guido Quelle Beispiele für Messgrößen auf, um den Einkauf - auf Basis der Unternehmens- bzw. Marktsegmentsstrategie - gleichermaßen qualitativ wie quantitativ auszurichten:
-Qualität der bezogenen Waren und Dienstleistungen, z.B. gemessen an Garantiefällen und Reklamationsquoten
-Wirksamkeit eingekaufter Dienstleistungen, z.B. gemessen an der Nachhaltigkeit von Lösungen
-Ausmaß ungeplanter Fluktuation der Lieferanten und Dienstleister
-Produktivität des Einkaufs, z.B. gemessen am Verhältnis der eingesetzten Zeit zu den erzielten Resultaten
-Qualität der Lieferanten, z.B. gemessen am Bekenntnis zu und an der Umsetzung von gesetzlichen Regelungen (bspw. zur Vermeidung von Kinderarbeit)
-Plausibilität des Lieferantenportfolios, z.B. gemessen an dessen Ausgewogenheit in Bezug auf Länder, Produkte, Risiken
-Qualität der durch Lieferanten eingebrachten Verbesserungsvorschläge für eine effektivere Wertschöpfungskette
Ein übergreifendes "Aber" gab Guido Quelle den Teilnehmern zum Schluss der Mandat-Telekonferenz mit: "Ohne vernünftige Prozesse und Abläufe, um die sich die Organisation des Einkaufs herum aufbaut, geht es nie."
Die nächste Mandat-Telekonferenz der Wachstumswerkstatt 2012 findet statt am 9. Juli 2012 zum Thema "Supportbereiche: Wie Sie die internen Bereiche auf Wachstum trimmen". Die Impulsvorträge am Telefon zu den wichtigsten Bereichen, in denen Wachstumsbremsen zu lösen sind, richten sich an Unternehmer, Vorstände, Geschäftsführer und seniorige Führungskräfte. Mehr Informationen unter www.mandat.de/de/menu/produkte/telekonferenzen/
***
Abdruck/Verwendung frei. Foto Prof. Dr. Guido Quelle (Copyright: Mandat Managementberatung) unter www.mandat.de/de/menu/presse-raum/photos-und-downloads/fotos-prof-dr-guido-quelle/
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
mandat
managementberatung
prof-dr-guido-quelle
wachstumswerkstatt
einkauf
profitabel-wachsen
telekonferenz
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Prof. Dr. Guido Quelle ist seit mehr als 20 Jahren Unternehmer. Als Berater, Autor, Redner und Experte für profitables Wachstum unterstützt er aktive Unternehmenslenker dabei, ihre Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum zu trimmen. Sein aktuelles Buch "Profitabel wachsen - Wie Sie interne Bremsen lösen und Ihrem Unternehmen neuen Schub geben" erschien im September 2011 bei Gabler. Quelle ist als erster Europäer Mitglied der Million Dollar Consultant® Hall of Fame und seit 2010 Honorarprofessor an der Hochschule für Logistik und Wirtschaft, Hamm.
Die Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, unterstützt ihre Klienten seit über 20 Jahren dabei, profitabel zu wachsen. Zu den mehr als 120 deutschen und multinationalen Klienten gehören ANZAG, Deutsche Post, DHL, Hornbach, Mercedes-Benz, Volkswagen oder die Erasmus Universität Rotterdam sowie zahlreiche mittelständische Unternehmen.
Mandat Managementberatung GmbH
Guido Quelle
Emil-Figge-Straße 80
44227 Dortmund
info(at)mandat.de
02319742390
http://www.mandat.de
Datum: 19.06.2012 - 15:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 662642
Anzahl Zeichen: 4662
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Prof. Dr. Guido Quelle
Stadt:
Dortmund
Telefon: 02319742390
Kategorie:
Finanzwesen
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 400 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der Einkauf muss und darf keine Preisdrückertruppe sein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mandat Managementberatung GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Unternehmensnachfolge zählt zu den emotionalsten und strategisch wichtigsten Entscheidungen im Mittelstand. Besonders in Familienunternehmen treffen dabei häufig zwei Welten aufeinander: eine Generation, die Unternehmen mit Disziplin, Beharrlichkeit und persönlichem Verzicht aufgebaut hat, un
Was große Visionäre gemeinsam haben ...
Ob Steve Jobs, Reinhold Messner, Elon Musk oder Nelson Mandela: Große Visionäre wirken oft deshalb außergewöhnlich, weil sie Entscheidungen treffen, während andere noch über Möglichkeiten diskutieren. Ihre Ziele waren unterschiedlich. Ihre Wirkung ebenfalls. Und doch verbindet viele prägende
Wenn Mangel Märkte bewegt: Wachstum entsteht bei Knappheit ...
Ein kürzlich erschienener Kommentar von Johannes Winterhagen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (29.03.2026) beschreibt eindrucksvoll, wie Knappheit immer wieder als Innovationsmotor wirkt und neues Wachstum hervorbringt - eine Perspektive, die auch für den Mittelstand hochrelevant ist. Sie fi
Weitere Mitteilungen von Mandat Managementberatung GmbH
47. Kongress der Deutschen Marktforschung ...
(ddp direct) Berlin, 19. Juni 2012 - Am 21. und 22. Juni treffen sich rund 400 Anbieter und Nutzer von Marktforschung in Berlin, um sich unter dem Thema ?Glaubwürdigkeit, Reputation und Relevanz? mit Fragen der Positionierung und dem Management von Marken und Institutionen in Zeiten technologischen
Michael Böddeker und Karl-Heinz Koch zu neuen HSE-Vorständen benannt ...
DARMSTADT (leu) - Michael Böddeker und Karl-Heinz Koch wurden zum heutigen Tage (19.06.2012) zu Vorständen der HSE AG benannt. Der Aufsichtsrat bestellte die Manager in seiner Sitzung am 18.06.2012 einstimmig für ein Jahr. Damit ist der Vorstand der HSE AG wieder komplettiert und wird nun von B
Intrum Justitia GmbH informiert über tatsächliche Kosten eines Zahlungsverzugs ...
Die tatsächlichen Kosten, die einem Unternehmen entstehen, wenn der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen zu spät oder gar nicht nachkommt, sind umfangreicher als viele denken. Intrum Justitia hat untersucht, in welcher Weise solche offenen Posten den Nettogewinn eines Betriebes oder Geschäftes be
Managed Accounts - Werkzeuge für die Krise ...
In der Tat steuern wir momentan immer tiefer in den Schlamassel der Schuldenkrise hinein und nach und nach gehen im Bereich der klassischen Investments den Investoren langsam die Alternativen aus. Anleger können sich derzeit um 360° in der Anlagelandschaft umblicken und sehen fast sämtliche bis v




