Alles eine Frage der Repräsentativität
In Zeiten des digitalen Lebens wird im Bereich der Statistikberatung mehr denn jeüber Repräsentativität diskutiert: Kritiker fragen, inwieweit Umfragen innerhalb der Netzgemeinde generalisierbar sein können, Befürworter verweisen darauf, dass auch Telefonumfragen oder persönliche Interviews nicht jeden erreichen. Sebastian Heinz, Geschäftsführer von STATWORX Statistik-Service, erklärt, dass letztlich eine geschickte Stichprobenauswahl und eine kompetente statistische Auswertung entscheidend ist.
STATWORX Statistik-Service(firmenpresse) - Frankfurt, 22.06.2012 - Im Rahmen der Statistikberatung unter dem Gesichtspunkt des Digitalzeitalters ist die Diskussion entflammt, inwieweit Umfragen im Internet repräsentative Ergebnisse hervorbringen können. Online-Panels sind nur für Internetuser zugänglich, zweifeln die Kritiker, Telefonumfragen aber nur für jene, die tagsüber erreichbar sind, kontern die Befürworter. Jede Umfrage - ob online oder offline - treffe lediglich eine bestimmte Anzahl an Teilnehmern, die hinsichtlich der zu untersuchenden Grundgesamtheit bestimmte Merkmale aufweisen. Es sei dann Aufgabe einer kompetenten Statistik-Beratung, Umfrageergebnisse dieser Teilnehmer anhand vorher festgelegter Kriterien wie beispielsweise demografischer Merkmale auf bestimmte Bevölkerungsgruppen beziehungsweise eine Gesamtheit umzulegen, erklärt STATWORX- Sebastian Heinz. "Online-Erhebungen zu bezweifeln, obwohl heutzutage sehr viele wichtige Publikationen und Erkenntnisse auf Online-Befragungen beruhen ist zu einfach gedacht. Vielmehr sollten bei der Frage nach der Repräsentativität die statistischen Methoden zur Stichprobenplanung und statistischen Auswertung betrachtet werden", argumentiert Heinz.
Mit Randomisierungsplänen, Gewichtungsfaktoren und Zufallsauswahlen stehen statistische Verfahren zur Verfügung, die bei der Entwicklung eines Stichprobenplans wichtige Beiträge zur Repräsentativität der Ergebnisse liefern können. Häufig ist es im Rahmen einer professionellen Statistikberatung mit einer einfachen Erhebung nicht getan. Repräsentative Forschungsergebnisse sind die Folge einer systematischen Stichprobenauswahl und einer methodisch korrekten statistischen Auswertung. Theoretisch sind repräsentative Umfragen ein wohlformuliertes Ideal. Praktisch ist selbiges eher selten erreicht worden. Wann gelten Stichproben als repräsentativ? Heinz erklärt: ""In der theoretischen Statistik gibt es kein Konzept, das Repräsentativität formal beschreibt. Der Zufall bzw. die Zufallsauswahl und die Unabhängigkeit der Beobachtungen spielen in der Statistik eine große Rolle. Nichtsdestotrotz können falsch angelegte Studiendesigns zu einem groben Missverhältnis zwischen Stichprobe und Untersuchungsgesamtheit führen was letztendlich die "Repräsentativität" der Ergebnisse der statistischen Auswertung limitiert oder verzerrt."
Damit ist gemeint, dass theorieorientierte Repräsentativität beispielsweise nicht methodenimmanent erarbeitet werden kann. "Daraus folgend ist es wichtig, für jedes Forschungsvorhaben vorweg zu beurteilen, mit welchen statistischen Methoden man an ein Thema herangeht. Repräsentativität in dem Sinne, dass Stichprobe und Grundgesamtheit hinsichtlich bestimmter Merkmale möglichst ähnlich sind, setzt fundierte Kenntnisse hinsichtlich Stichprobenplanung in der Statistikberatung voraus.", resümiert Heinz. Im Digitalzeitalter ist es durch Social Media-Kanäle und Mobile Research unabdingbar geworden, neue Anforderungen an Marktforscher umzusetzen. Für die Statistikberatung ist eine Tatsache unverändert geblieben: Die statistischen Methoden der Stichprobenplanung sowie die statistische Auswertung der erhobenen Daten sind i. d. R. zwischen On- und Offlinebefragungen ähnlich. Repräsentativität wird durch eine sorgfältige Auswahl der Untersuchungseinheiten und nicht des Mediums erreicht.
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Datum: 21.06.2012 - 19:25 Uhr
Sprache: Deutsch
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