Timetric: Bauindustrie in Frankreich – Trends und Möglichkeiten bis 2015
Frankreich besitzt die zweitstärkste Wirtschaft innerhalb Europas und die fünftstärkste Wirtschaft der Welt. Das Land wurde im Vergleich mit anderen europäischen Industriestaaten nur schwach von der weltweiten Wirtschaftskrise getroffen und erholte sich zudem schnell.

(firmenpresse) - Im Jahr 2010 erzielte das Bruttoinlandsprodukt Frankreichs eine jährliche Wachstumsrate von 1,5%, 2009 waren es 2,5%. Neben den zentralisierten und konservativen ökonomischen Vorgehensweisen war es vor allem das 2008 durch die Regierung verabschiedete Konjunkturpaket in Höhe von über 25 Billionen Euro, wodurch das Schrumpfen der französischen Wirtschaft größtenteils verhindert werden konnte. Zusätzlich verkündete die Regierung deutliche Steuervergünstigungen sowie –gutschriften für Investitionen aus 2009.
Langsames Wachstum der Bauindustrie nach der Wirtschaftskrise
Die französische Bauindustrie konnte 2010 nur ein schwaches Wachstum verzeichnen, die Wachstumsrate sank im Vergleich zum Vorjahr 2009 um 4,2%. Die Hauptgründe für den Wachstumsrückgang der Bauindustrie in Frankreich liegen an den schwachen Touristenzuströmen sowie an der langsamen industriellen Produktion des Landes, die 2010 um 8,8% gesunken ist. Hinzu kommt das verlangsamte Wachstum des Wohnungsbaumarktes.
Wohnungsbau ist das größte Segment der Bauindustrie in Frankreich
Der Wohnungsbau stellte 2010 das größte Segment innerhalb der französischen Bauindustrie dar und erreichte einen Anteil von 46,2% des gesamten Marktwertes. Für den Beobachtungszeitraum 2011-2015 geht Timetric davon aus, dass das Segment seine dominante Position beibehalten und bei einer voraussichtlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 4,22% pro Jahr das größte Wachstum innerhalb der französischen Bauindustrie aufweisen wird.
Infrastrukturbau wird durch staatliche Konjunkturprogramme unterstützt
Als zweitstärkstes Segment der Bauindustrie in Frankreich erhöhte der Infrastrukturbau seine durchschnittliche Wachstumsrate im Zeitraum 2006-2010 auf jährlich 2,69% - obwohl 2008 ein negatives Wachstum von -4,9% sowie in 2010 -4,6% verzeichnet wurden. Unterstützt wurde das Wachstum des Infrastrukturbaus durch Investitionen seitens der Regierung als Teil des 26 Billionen Euro schweren Konjunkturprogramms Frankreichs. Der Markt wird über den Beobachtungszeitraum voraussichtlich eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 4,12% erreichen.
Steigende Nachfrage nach Gewerbegebäuden in Frankreich
Der Markt für Geschäftsgebäude erreichte während des Beobachtungszeitraums eine durchschnittliche Wachstumsrate von 4,57% pro Jahr. Aller Voraussicht nach wird sich der Marktwert bei einer Wachstumsrate von 3,09% jährlich im Jahr 2015 auf 18,2 XX (Mio?) Euro belaufen. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Büro- und anderen gewerblichen Gebäuden.
Institutionelle Bauindustrie litt deutlich an der weltweiten Wirtschaftskrise
Das institutionelle Baumarktsegment besaß im Jahr 2010 einen Anteil von 10,1% des Wertes der Bauindustrie in Frankreich. Es wurde am stärksten von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise getroffen und verzeichnete während des Beobachtungszeitraums eine negative jährliche Wachstumsrate von durchschnittlich -0,68%. Den Prognosen zufolge wird das industrielle Baumarktsegment auch in der folgenden Beobachtungsperiode nur eine schwache Wachstumsrate von 2,87% pro Jahr erzielen.
Industrielle Bauindustrie verzeichnet das stärkste Wachstum im Beobachtungszeitraum
Das industrielle Baugewerbe stellt das kleinste Segment der französischen Bauindustrie dar und war im Jahr 2010 für 6,7% des Marktwertes der Bauindustrie in Frankreich verantwortlich. Außerhalb der französischen Bauindustrie erzielte das industrielle Baugewerbe die höchste Wachstumsrate von 5,58% pro Jahr. Der Marktwert wird voraussichtlich bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,31% steigen.
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Datum: 22.06.2012 - 10:32 Uhr
Sprache: Deutsch
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Bau & Immobilien
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Freigabedatum: 22.06.2012
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