Höhere EEG-Umlage gefährdet zunehmend Existenzen: Textilunternehmen wollen bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen
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Energien eingeführte EEG-Umlage stößt auf wachsenden Widerstand aus
der Textilbranche. Wie das Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe
7/2012, EVT 28. Juni) berichtet, verweigern inzwischen vier
Unternehmen die Zahlung der Umlage an ihre Stromlieferanten. Cristoph
Schäfer, Anwalt des Gesamtverbands Textil + Mode, erwartet daher in
Kürze die ersten Klagen der Versorger. Ein solcher Rechtsstreit wäre
den Umlage-Boykotteuren nur Recht. Sie wollen den Fall bis vor das
Bundesverfassungsgericht bringen.
Aktuell müssen Unternehmen, die nicht unter die Ausnahmeregelungen
fallen, rund 3,6 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Für das nächste Jahr
rechnen Experten bereits mit bis zu fünf Cent. "Wenn das so
weitergeht, dann sind die Kosten für die Umlage bald so hoch wie
unser Gewinn. Dann können wir zusperren", erklärte Textilunternehmer
Bernd Drechsel gegenüber 'impulse'. Seit März zahlt seine Firma die
Ökostrom-Umlage nicht mehr. Gregor Götz, Geschäftsführer des
Textilbetriebs Vowalon aus Sachsen, schloss sich dem Boykott im Mai
an. Die EEG-Kosten für seinen 180-Mann-Betrieb hätten im vergangenen
Jahr schon bei 180.000 Euro gelegen. Da die meisten seiner
Konkurrenten im Billigstromland Frankreich sitzen, fürchtet er, im
Wettbewerb nicht mehr mithalten zu können.
Die kaum noch planbaren Kosten der Umlage belasten vor allem
Mittelständler, die mit ihrem Stromaufkommen knapp unter der
Härtefallgrenze liegen. "Bei manchen heißt es am Ende des Jahres:
Fenster auf und Heizung an, alle Motoren laufen lassen und 24 Stunden
Licht im ganzen Haus, nur um über die Verbrauchsgrenze zu kommen",
prophezeit ein Unternehmer.
Pressekontakt:
Joachim Haack, Sprecher G+J Wirtschaftsmedien,
c/o PubliKom Kommunikationsberatung GmbH
Telefon: +49-40-39-92-72-0, E-Mail: jhaack@publikom.com
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Datum: 26.06.2012 - 10:30 Uhr
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