Neue OZ: Kommentar zu Mexiko / Wahlen
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Dieser Job ist kein Zuckerschlecken, auf den neuen Präsidenten
Mexikos warten enorme Herausforderungen: Enrique Peña Nieto muss als
Erstes die Sicherheitslage für die Bürger deutlich verbessern. Im
Kampf gegen die mächtigen Drogenkartelle sind in der Regierungszeit
von Vorgänger Felipe Calderón fast 60 000 Menschen ums Leben
gekommen. Ebenso wichtig ist es, Armut und Arbeitslosigkeit zu
bekämpfen und die Wirtschaft anzukurbeln. Dass die Mexikaner diese
Aufgaben ausgerechnet einem Vertreter der alten Machtpartei PRI
zutrauen, scheint auf den ersten Blick verwunderlich. Die Partei der
Institutionellen Revolution hatte schließlich mehr als 70 Jahre lang
geherrscht und war dabei auf lokaler und regionaler Ebene tief in
Korruption und Verbindungen zur organisierten Kriminalität
verstrickt.
Peña Nieto hat dieses Image abgeschüttelt, indem er Reformen und
den Weg in die Moderne verspricht. Tatsächlich kann er auf
wirtschaftliche Erfolge als Gouverneur verweisen. Gemessen wird der
neue Präsident nun am richtigen Konzept gegen die Mafia: Groß
angelegte Razzien und Kampfeinsätze der Regierungstruppen erzeugen
nur Gegengewalt. Vielversprechender sind auf Dauer ein massives
Bildungsprogramm, die Grundversorgung mit Wasser und Strom sowie die
Schaffung von Arbeitsplätzen.
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Datum: 02.07.2012 - 22:00 Uhr
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