Neue OZ: Kommentar zu Gesundheit / Down-Syndrom
ID: 675065
Ein Kind abzutreiben, weil es Trisomie 21 hat: Diese Entscheidung
ist kaum begreiflich für jemanden, der Angehörige, Freunde oder, auch
das gibt es, Kollegen mit Downsyndrom hat. Es ist entsetzlich, dass
die Abtreibungsrate in dieser Gruppe von Schwangerschaften bei 90
Prozent liegt. Für Behinderte hält diese Zahl eine schlimme Botschaft
bereit, aber nicht nur für sie: Wer möchte denn in einer Gesellschaft
leben, krank sein, alt werden, in der die Angst vor mangelnder
Leistungsfähigkeit derart gewaltig ist? Es ist richtig, Familien Mut
zu machen, die ein krankes Kind erwarten. Und je mehr Menschen
erfahren, dass ein erfülltes Leben auch jenseits der Norm möglich
ist, desto besser. Die Debatte um die Wertschätzung von Menschen mit
Downsyndrom oder irgendeiner anderen Abweichung vom Gewohnten ist
wichtig.
Falsch ist nur, dabei die Paragrafen zum Mittel des Kampfes zu
machen. Auch mit den verschärften Regeln gelten die Belastungen durch
ein Kind mit Trisomie 21 als so groß, dass selbst eine Spätabtreibung
straffrei bleibt. Wie kann dann ein nachweislich verbessertes
Diagnose-Verfahren illegal sein? Diese Argumentation versucht,
Abtreibungen durch das Hintertürchen zu verhindern. Für Schwangere,
die doch eigentlich gestützt werden sollten, bedeutet das in der
schwersten Krise ihres Lebens eine zusätzliche Verunsicherung. Auf
diese Weise ist ein Bewusstseinswandel sicher nicht zu erreichen.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.07.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 675065
Anzahl Zeichen: 1744
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 267 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Gesundheit / Down-Syndrom"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer fordert das Ende der 35-Stunden-Woche in der kriselnden deutschen Autoindustrie. "Das Problem der hohen Produktionskosten könnte man zumindest teilweise lösen, indem VW die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wieder einführt. So wie es gerade bei Mercedes d
"Discounter"-Star Klara Lange über ihre Kurierdienstzeit: "Manche wollten nur eine Banane" / Schauspielerin erlebte kuriose Bestellungen in wohlhabenden Hamburger Wohnvierteln ...
Eine Banane oder eine Flasche Wasser - mehr landete nach den Worten von Schauspielerin Klara Lange bei manchen Lieferdienst-Bestellungen in wohlhabenden Hamburger Wohnvierteln nicht im Einkaufskorb. "Die Leute wollten testen, ob wir wirklich so schnell da sind", sagte die 28-Jährige der &
Sparpläne von VW: Linken-Chef kritisiert "profitgierige Konzernspitze" / Luigi Pantisano vor VW-Aufsichtsratssitzung: "Management kennt keine Verantwortung" ...
Vor der Sitzung des VW-Aufsichtsrates zur Entscheidung über die geplanten Werksschließungen kritisiert Luigi Pantisano den Konzernvorstand. "Die Beschäftigten sind wütend und das zurecht. Sie erwirtschaften die Gewinne, die VW immer noch täglich einfährt", sagte der Vorsitzende der L
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Gesellschaft / Kirchen / Grüne ...
Muslime, vereinigt euch Die Forderung einer Gleichstellung der Muslime mit christlichen Kirchen und Judentum klingt zunächst einmal gar nicht verkehrt: Der Islam ist schließlich eine der drei Weltreligionen. Und es war der frühere Bundespräsident Christian Wulff, der goldrichtig bemerkte,
Neue OZ: Kommentar zu Kabinett / Familien / Sorgerecht ...
Ein lauer Kompromiss Gut gemeint ist nicht gut gemacht. So beherzt die Bundesjustizministerin auftritt, wenn es um die Abwehr der Vorratsdatenspeicherung geht, so lau ist ihr Entwurf zur Neuregelung des Sorgerechts für unverheiratete Eltern. Sie bleibt mit dem ehrgeizigen Anspruch, die Rech
Neue OZ: Kommentar zu EU / Finanzen / Italien / Deutschland ...
Geben und Nehmen Nein, dies war kein Routinetreffen: Stattdessen mussten sich Angela Merkel und Mario Monti zunächst einmal um Wiederannäherung bemühen. Zu hart waren sie auf dem letzten EU-Gipfel in Brüssel aneinandergeraten. Der italienische Premier hatte sich nicht einmal gescheut, se
Neue OZ: Kommentar zu Wissenschaft / Medizin / Gesundheit ...
Tief greifendes Missverständnis Aus medizinischer Sicht sind die neuen Methoden zur Entzifferung des Erbguts von Ungeborenen sicher ein Erfolg. Fraglich ist aber, welchem Zweck die Bluttests dienen sollen, und welches Bild vom Wert des Lebens sie vermitteln. Schon heute ist es mittels der P




