"Kokopelli"-Urteil des EuGH schützt Landwirte und Verbraucher / BDP fordert Berücksichtigung der Entscheidung bei Überarbeitung des Saatgutrechts durch EU-Kommission
ID: 679079
(BDP) begrüßt das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshofs
(EuGH), das die Rechtmäßigkeit der europäischen
Saatgutverkehrsgesetzgebung und damit der amtlichen Sortenprüfung
bestätigt. "Das Gericht hat eine wegweisende Entscheidung zum Schutz
der Landwirte und letztlich auch der Endverbraucher getroffen. Das
Urteil stellt sicher, dass auch weiterhin nur Sorten von hoher
Qualität und guter Leistungsfähigkeit in Verkehr gebracht werden
dürfen", erläutert Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des BDP.
Der BDP fordert nun, dass das Urteil des EuGH auch in der
derzeitigen Überarbeitung des europäischen Saatgutrechts durch die
Europäische Kommission Berücksichtigung findet. "Besonders die
verpflichtende amtliche Sortenprüfung hat für die Landwirtschaft eine
große Bedeutung und muss erhalten bleiben. Schließlich haben
innovative Sorten und hochwertiges Saatgut hohen öffentlichen Nutzen
und dienen der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft", betont
Schäfer.
Um zugelassen zu werden, werden neue Sorten u. a. auf deutliche
Unterscheidbarkeit von bestehenden Sorten und verbesserte
Eigenschaften geprüft. "Das schafft eine enorme Sortenvielfalt und
vor allem Züchtungsfortschritt - beides unverzichtbar im Hinblick auf
Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährungssicherung und
Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe", meint Schäfer.
Im genannten Rechtsstreit war dem EuGH Anfang 2011 durch ein
französisches Gericht die Frage zur Klärung vorgelegt worden, ob das
EU-Saatgutrecht, insbesondere die amtliche Sortenprüfung, mit den
Grundfreiheiten des EU-Vertrages vereinbar ist. Dies wurde jetzt
positiv beschieden. Hintergrund war die Klage eines französischen
Züchters gegen EU-saatgutrechtswidrige Verkäufe der Organisation
Kokopelli in Form teilweise nicht zugelassener Sorten.
Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V.
Ulrike Amoruso-Eickhorn
Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn Tel. 02 28/9 85 81-17, Fax -19,
uamoruso@bdp-online.de
www.bdp-online.de ; www.diepflanzenzuechter.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.07.2012 - 11:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 679079
Anzahl Zeichen: 2370
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Kokopelli"-Urteil des EuGH schützt Landwirte und Verbraucher / BDP fordert Berücksichtigung der Entscheidung bei Überarbeitung des Saatgutrechts durch EU-Kommission"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Unter dem Leitmotiv "Vielfalt ist unsere Lebensversicherung" stellte der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) im Rahmen seiner Pressekonferenz am 15. Januar 2026 auf der Grünen Woche die Pflanzenzüchtung als strategischen Faktor moderner Vorsorge-, Risiko- und Resilienzpo
BDP begrüßt Einigung im Trilog zu neuen Züchtungsmethoden ...
Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) nimmt mit großer Zustimmung die heute erreichte Einigung im Trilog zwischen dem Rat der Europäischen Union, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission zu neuen Regeln für sogenannte Neue Genomische Techniken (NGT) zur Kenn
BDP veröffentlicht Forderungskatalog für die 21. Legislaturperiode / Innovationssystem Pflanze als Schlüssel für eine resiliente und produktive Landwirtschaft ...
Im Vorfeld der Grünen Woche 2025 präsentierte der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) heute auf einer Pressekonferenz seine Erwartungen an die Politik für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags im Kontext der dringenden Transformation bestehender Umwelt-, Agrar- und E
Weitere Mitteilungen von Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP)
DieÜbergabe eines Prospekts ersetzt keine Anlegerberatung ...
Nach der Rechtsprechung des deutschen Bundesgerichtshofs (BGH) muss ein Kapitalanlageberater den Kunden inhaltlich richtig, vollständig, sorgfältig und verständlich über alle Umstände unterrichten, die für das Anlagegeschäft von Bedeutung sind (BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Aktenzeichen: XI Z
Freiwilliges Engagement wird großgeschrieben ...
Das Europäische Jahr des Ehrenamts war ein Reinfall, lamentiert die Bayrische Staatszeitung, bürokratische Hürden ersticken jedes Engagement schon im Entstehen und überhaupt sind wir eine Gesellschaft von Egoisten geworden, die nur um sich und ihren Vorteil kreisen: Da ist etwas dran und es ist
Schon heute ist das Meldeamt ein Adressenhändler ...
WelcherName.de Infopost 013/2012, Baden-Baden, 12.07.2012 Die Diskussion über die verunglückte Reform des Meldegesetzes bricht nicht ab. Wie der Bundestag beschlossen hatte, sollen die Ämter künftig Namen und Information der Bürgerinnen und Bürger an Werbefirmen und Adresshändler verkaufen
Erben in Europa wird einfachen ...
Ein Erbfall ist oft eine schwierige Angelegenheit. Richtig kompliziert wird es, wenn der Erblasser eine Immobilie im Ausland besaß oder gar seinen Wohnsitz dorthin verlegt hatte. Damit das grenzüberschreitende Erben und Vererben in Zukunft einfacher wird, hat das Europäische Parlament nun nach la




