Neue OZ: Kommentar zu Deutsche Bank / Libor-Skandal
ID: 680629
Kaum im Amt, müssen sich die neuen Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain
und Jürgen Fitschen in Schadensbegrenzung üben. Indem sie eine
Kronzeugenregelung für ihr Geldhaus im Skandal um den manipulierten
Libor-Zinssatz beantragen, gehen sie in die Offensive. Ein direktes
Schuldeingeständnis ist die Entscheidung zwar nicht. Doch die Bank
scheint Strafzahlungen vorbeugen zu wollen.
Jain und Fitschen wird es aber um noch mehr gehen. Auf dem Spiel
steht erhebliches Vertrauen in Deutschlands größtes Kreditinstitut.
Wer den Libor manipuliert, begeht eine schwere Straftat. Der Zinssatz
ist das wichtigste Fieberthermometer des Geldgewerbes. Millionen
Unternehmen und Privatanleger berücksichtigen den Libor bei ihren
Investitionsentscheidungen. Wer sich unter Angabe falscher Daten zur
Berechnung dieses Zinssatzes Vertrauen erschleicht, verstößt auf
krasse Weise gegen die Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns.
Mit ihren Anträgen auf Kronzeugenregelungen distanziert sich die
Deutsche Bank von derlei Machenschaften. Ob der Schritt jedoch zu
spät kommt, ob die Bank möglicherweise selbst gegen Gesetze verstoßen
hat, wird sich noch zeigen. Jain und Fitschen müssen sich
schlimmstenfalls aber nicht vorhalten lassen, die wahre Rolle ihres
Geldhauses im Libor-Skandal vertuscht haben zu wollen. Für sie ist
der Kronzeugenstatus auch Selbstschutz.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.07.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 680629
Anzahl Zeichen: 1669
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 246 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Deutsche Bank / Libor-Skandal"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts von Verzögerungen bei der Umsetzung von Regierungsbeschlüssen fordert der Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, Christoph Ploß (CDU), eine sofortige Reform des Arbeitszeitgesetzes hin zu mehr Flexibilität für die Wirtschaft. "Die Reform des Arbe
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) empfiehlt ihren neuen Religionsunterricht anderen Bundesländern zur Nachahmung ...
Vor der Einführung des deutschlandweit ersten Religionsunterrichts, der von der katholischen und den evangelischen Kirchen gemeinsam verantwortet wird, hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) eine Übernahme des Konzepts auch in anderen Bundesländern vorgeschlagen. "
Pflegekosten der Eltern: CDU-Fraktionsvize Stegemann will Kinder früher zur Kasse bitten / Politiker stellt 100.000-Euro-Einkommensgrenze infrage und warnt vor Beitragsexplosion ...
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Steuer-CD / Schweiz ...
Entwertete Werte Werte verkommen zur Phrase, falls sie nicht gerade dann gelten, wenn das Festhalten an ihnen einen Nachteil bedeutet. Übertragen auf Nordrhein-Westfalen und den fortlaufenden Ankauf gestohlener Kontodaten, bedeutet dies, dass die Düsseldorfer Landesregierung die Glaubwürd
Neue OZ: Kommentar zu Verkehr / Industrie ...
Ausbau der A 30 dringend notwendig Auf der A 30 entlang der Stadt Osnabrück werden in den nächsten zehn Jahren rund 15 Prozent mehr Fahrzeuge rollen oder bisweilen auch stehen. Die gleiche Prognose ist auch für die weiterführende Strecke an Melle vorbei Richtung Osten zu erwarten. Scho
Neue OZ: Kommentar zu EU / Auto / Verkehr ...
Das deutsche Vorbild wäre besser Wieder einmal scheint die EU-Kommission alles daranzusetzen, sich unbeliebt zu machen. Den Plan, ältere Autos jährlich überprüfen zu lassen, hätte sie jedenfalls besser in der Schublade gelassen. Dies gilt zumal in einer Zeit, in der die EU auf guten Wil
Neue OZ: Kommentar zu Frankreich / Unfälle ...
Das Maß finden Der höchste Gipfel der Alpen ist eine der letzten Herausforderungen der Natur, der sich verstädterte Europäer auf ihrem Kontinent stellen können. Grenzerfahrungen, Erweckungserlebnisse, die Macht der Elemente mit allen Sinnen spüren und über sich selbst hinauswachsen, dar




