Neue OZ: Kommentar zu EU / Motorsport / Nürburgring
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Es bleibt zwar offen, ob die EU-Kommission noch einmal beide Augen
zudrückt und die von Rheinland-Pfalz zur Genehmigung vorgelegte
Rettungsbeihilfe für den Nürburgring als zulässig einstuft.
Offensichtlich ist jedoch, dass die Rennstrecke in der Eifel schon
sehr lange ein Fall für den Insolvenzverwalter wäre. Mehr als 400
Millionen Euro an Schulden häufte die quasi landeseigene
Besitzgesellschaft an. Die GmbH tut sich immer schwerer damit, die
Zinsen zu begleichen. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht: Die
Strecke wirtschaftet nicht profitabel, das Drumherum mit Gastroszene
und Freizeitpark zieht nicht genug Menschen an, privaten Betreibern
wurde gekündigt.
Alles spricht dafür, dass der Etikettenschwindel von
Ministerpräsident Kurt Beck das Land teuer zu stehen kommen wird, in
Form einer schweren Schuldenlast. Eine halbe Milliarde Euro pumpte
Becks Regierung schon in den defizitären Ring mit der Begründung,
Strukturpolitik zu leisten. Es wäre ehrlicher von Deutschlands
dienstältestem Landesvater gewesen, von lebenserhaltenden Maßnahmen
für ein Prestigeobjekt zu sprechen. Zu weit geht allerdings die
plumpe Forderung des rheinland-pfälzischen FDP-Vorsitzenden Volker
Wissing, Beck müsse zurücktreten. Eine klassische Abwahl des
SPD-Mannes würde genügen. Die wäre angesichts dieses finanziellen
Desasters inmitten der gravierendsten Schuldenkrise in Europa
hochverdient.
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Datum: 17.07.2012 - 22:00 Uhr
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