TU Berlin: Wissenschaft auf einen Klick und Blick

TU Berlin: Wissenschaft auf einen Klick und Blick

ID: 684580

Gesundheitsforscher der TU Berlin wollen, dass ihre Forschungsergebnisse verstanden werden. Dafür gehen sie neue Wege bei der Vermittlung. Die Resultate einer internationalen Pflegestudie präsentieren sie grafischübersichtlich im Internet



(firmenpresse) - Forschungsergebnisse werden oft nicht so aufbereitet, dass sie diejenigen erreichen, für die sie interessant sind. Sie verschwinden kompliziert geschrieben in wissenschaftlichen Journalen oder verhallen von der Öffentlichkeit ungehört auf Konferenzen. Nun haben Forscher der TU Berlin etwas Neues versucht und ihre Resultate so dargestellt, dass es Spaß macht, sie zu lesen. Die TU-Wissenschaftler erstellten eine Internet-Seite www.pflege-wandert-aus.de. Dort werden die Ergebnisse ihrer Untersuchungen verständlich, übersichtlich und grafisch ansprechend vermittelt. Auf diesem Wege wird versucht, Forschungsergebnisse an weniger Forschungsinteressierte zu transportieren und eine höhere Aufmerksamkeit für pflegerelevante Probleme in Deutschland zu schaffen.

Über den Web-Auftritt erhalten Pflegekräfte schnell und einfach Fakten an die Hand auf die Frage, ob sich in der stationären Pflege in Deutschland eine Abwanderung in andere Länder aus beruflichen Gründen tatsächlich lohnt. Eine verstärkte Abwanderung von Fachkräften aus Deutschland würde hierzulande eine weitere Verschärfung des ohnehin schon bestehenden Fachkräftemangels bedeuten. Die Frage, inwieweit die Situation in Deutschland schlechter ist als in den fünf beliebten Zielländern Niederlande, Norwegen, Schweiz, England und Schweden, wird anhand von fünf sogenannten Push-Faktoren beantwortet. Push-Faktoren sind Gründe, die Personen dazu bewegen, ihr Heimatland zu verlassen, um in einem anderen Land Fuß zu fassen. Gründe dafür sind in Deutschland zum Beispiel fehlende Anerkennung oder niedriges Gehalt.

Die Informationen der Internetpräsenz basieren auf Forschungsergebnissen der internationalen Pflegestudie RN4Cast (Registered Nurse Forecasting), die unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Busse am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin durchgeführt wurde. Das Homepage-Konzept erstellten Britta Zander, wissenschaftliche Mitarbeiterin am TU-Fachgebiet, und der Kreativdirektor Mark T. Drexler.



Die Studie ergab, dass das Pflegepersonal in einigen der untersuchten europäischen Länder - wie in der Schweiz - die Situation im eigenen Land zum Teil deutlich besser einschätzt als Pflegekräfte in Deutschland. Aber nicht alle Hoffnungen und Erwartungen an bessere Arbeitsbedingungen lassen sich in den Wunschländern erfüllen. So sind Pflegerinnen und Pfleger in England mit dem Gehalt zwar wesentlich zufriedener als in Deutschland, aber dafür ist ein deutlich größerer Anteil in England von Burnout betroffen (42 Prozent). In Deutschland ist ein Drittel der Pflegekräfte Burnout-gefährdet.

Um in den nächsten Jahren eine weitere Abwanderung von deutschen Pflegekräften zu verhindern, muss der Pflegeberuf attraktiver werden, und die Arbeitsbedingungen müssen sich deutlich verbessern. Dafür würde es sich lohnen, über den Tellerrand hinaus auf erfolgreiche Initiativen anderer Länder zu schauen, in denen das Pflegepersonal zufriedener ist.

2933 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dipl.-Kffr. Britta Zander, Research Fellow, Fachgebiet Management im Gesundheitswesen, Institut für Technologie und Management der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-28422, Fax: 030-314-28422, E-Mail: info@pflege-wandert-aus.de, http://www.mig.tu-berlin.de, www.facebook.com/mig.tuberlin, https://twitter.com/tubhealth
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.



PresseKontakt / Agentur:

TU Berlin, Fachgebiet Management im Gesundheitswesen
Dipl.-Kffr. Britta Zander
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
info(at)pflege-wandert-aus.de
030/314-28422
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/menue/service_fuer_journalisten



drucken  als PDF  Stressindex nach brainLight-Anwendung reduziert sich hochsignifikant Prävention und Menschen­rechte als Schlüssel für eine Welt ohne HIV
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 20.07.2012 - 11:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 684580
Anzahl Zeichen: 3665

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Stefanie Terp
Stadt:

Berlin


Telefon: 030/314-23922

Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin


Meldungsart:
Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 593 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"TU Berlin: Wissenschaft auf einen Klick und Blick"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

TU Berlin, Stabsstelle Presse,Öffentlichkeitsarbeit und Alumni (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

TU Berlin: Sommermärchen und Hitzestress ...
Fünf Prozent aller Todesfälle in Berlin sind mit großer Wahrscheinlichkeit auf die erhöhten Sommertemperaturen zurückzuführen, haben TU-Klimatologen und ihre Partner in der DFG-Forschergruppe "Stadtklima und Hitzestress" statistisch nachweisen können. Das sind 25-mal mehr Tote als i

TU Berlin: Was 3D im Gehirn bewirkt ...
Das Experiment: 25 gesunde Probanden wurden mit einem Magnetresonanztomografen getestet. In dem Gerät bekam jede Versuchsperson 14 Filme gezeigt, die zweimal eingespielt wurden: einmal in 2D und einmal in 3D. Die Reihenfolge der 40 Sekunden langen Filme war zufällig und bei jedem Probanden anders.

TU Berlin: Antisemitismus im Internet ...
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert in den nächsten drei Jahren ein Forschungsprojekt zum Thema "Antisemitismus im Internet" an der TU Berlin. Unter der Leitung der Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, die an der TU Berlin das Fachgebiet Allgemeine L


Weitere Mitteilungen von TU Berlin, Stabsstelle Presse,Öffentlichkeitsarbeit und Alumni


Stressindex nach brainLight-Anwendung reduziert sich hochsignifikant ...
In der von der BKK Schwenningen angestoßenen Studie "Die Gesundarbeiter" (September 2011 bis März 2012) war die brainLight GmbH Studien-Partner. Am 12.07.12 wurden die endgültigen Ergebnisse zum Stressindex vor und nach einer brainLight-Anwendung auf den brainLight-Systemen benannt. Stu

Gesundheit die schmeckt ...
Wir hören sehr oft nicht auf die Bedürfnisse unseres Körpers. Obwohl es gar nicht so schwer ist, wenn man direkt bei der Ernährung anfängt. Und mit Sicherheit wir es uns unser Körper danken, wenn wir auf seine Bedürfnisse eingehen. Die Autoren ERKUSCH zeigen, wie man seinem Körper mit ko

Jetzt Kandidaten vorschlagen! ...
(ddp direct) Auch im Jahr 2012 wird wieder der deutsche Systemgastronomie-Preis verliehen! Bis zum 24. August 2012 nimmt die Jury, bestehend aus Branchenexperten, Vorschläge für den Deutschen Systemgastronomie-Preis 2012 entgegen. Als Preisträger kommen Personen, Unternehmen, Initiativen und Einr

Nachwuchsförderung in der Hypertonieforschung ...
Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Hypertonie mit vier neuen Forschungsstipendien. Die Stipendien laufen über zwei Jahre (2013 und 2014) und sind mit jeweils EUR 25.000 pro Jahr dotie


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z