Rheinische Post: Hilfe für Syrien
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Niemanden lassen die furchtbaren Bilder aus Syrien kalt. Die
Reaktionen reichen von blankem Entsetzen über so viel mörderische
Brutalität eines fallenden Regimes bis zu unbändiger Wut. Natürlich
gehört das Gefühl, dem Mörder in den Arm fallen zu müssen, zu den
menschlichen Reflexen. Sollen also deutsche Soldaten nach Damaskus,
um dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten? Verteidigungsminister
Thomas de Maizière hat diese Forderung als Empfehlung von
Caféhaus-Intellektuellen abqualifiziert hat. Soll heißen: Wer die
Konsequenzen nicht verantworten muss, kann unbesorgt palavern. De
Maizière verantwortet Gesundheit und Leben deutscher Soldaten, und er
weiß, dass ein Feldzug ein Himmelfahrtskommando wäre. Westliche
Intervention in Sachen Syrien kann nur bedeuten, Assads Getreue in
Moskau davon zu überzeugen, dass sie auf die falsche Seite setzen,
wenn sie dauerhaft Glaubwürdigkeit und Einfluss in der Region
behalten wollen. Und sie besteht in überzeugenden Signalen an die
leidenden Menschen in Syrien: Ihr seid als Flüchtlinge willkommen.
Unsere Schiffe vor Eurer Küste leisten Hilfe, wenn es zur humanitären
Katastrophe kommt. Das kann allerdings schon morgen der Fall sein.
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Datum: 20.07.2012 - 20:43 Uhr
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