ABDA-Präsident Wolf: 25 Cent sind völlig unzureichend
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Referentenentwurf zur Apothekenhonorierung an andere Ministerien zur
Abstimmung versendet. Demnach soll das Apothekenhonorar pro
abgegebener verschreibungspflichtiger Arzneimittelpackung von 8,10
auf 8,35 Euro ab 2013 erhöht werden. Dazu erklärt Heinz-Günter Wolf,
Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände:
"Die 8,35 Euro sind völlig unzureichend. Das sind 25 Cent Erhöhung
pro abgegebene Packung nach neun Jahren ohne Anpassung - da kann das
letzte Wort noch nicht gesprochen sein."
Das Apothekenhonorar ist seit 2004 unverändert geblieben. Die
Apothekerschaft hatte deshalb im März dieses Jahres einen
Anpassungsbedarf von 624 Mio. Euro (9,14 Euro pro Packung) gefordert.
Auf Bitte von Bundesgesundheits- und Bundeswirtschaftsministerium
wurde im Mai ein neues Datenpanel berechnet und nach mehreren
Abstimmungsgesprächen am 4. Juli in der finalen Fassung abgegeben. Es
enthält auf den Apothekenbetrieb bezogene testierte
Betriebsergebnisse von mehr als 2500 Betriebsstätten, eine längere
Zeitreihe ab 2002 (Basis für die Apothekenhonorierung von 2004), die
tatsächliche Personalkostenentwicklung der Apotheken (inkl.
Personalzuwachs) sowie den ausschließlichen Bezug der
Kostenentwicklung auf die verschreibungspflichtigen Arzneimittel.
Auch diese Berechnungen haben den deutlichen Anpassungsbedarf für
Deutschlands Apotheken unterstrichen.
Wolf: "Es ist enttäuschend, wie weit der neue Vorschlag der
Regierung hinter dem von uns errechneten Anpassungsbedarf
zurückbleibt. Wir erwarten heftige Diskussionen in der
Apothekerschaft, die sich in keinster Weise damit zufrieden geben
wird, dass kaum die Kostensteigerungen von zwei der vergangenen neun
Jahre berücksichtigt werden."
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Datum: 24.07.2012 - 15:39 Uhr
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