FH- Professor hält seit 10 Jahren Vorlesungen an der Marmara-Universität in Istanbul
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(PresseBox) - Was verbindet die Fachhochschule Flensburg mit der Türkei? Eine naheliegende Antwort wäre: Studenten. Aber dies ist nur die halbe Wahrheit. Seit ca. 10 Jahren hält Professor Wolfgang Riggert an der Marmara- Universität in Istanbul Vorlesungen zum Thema Netzwerke, um den dortigen Studenten die Funktionsweise lokaler Netzwerke und des Internets nahe zu bringen. Denn diese Wissensgebiete zählen mittlerweile zum unbedingten Muss in einem Fach wie Wirtschaftsinformatik. Dies gilt nicht nur für die Länder der EU, sondern auch im besonderen Maße für aufstrebende Länder wie die Türkei. Folgerichtig gehören die Studenten des deutschsprachigen Studiengangs zu den besten des Landes. Ihre Berufsaussichten sind hervorragend, insbesondere auch deswegen, weil viele deutsche Unternehmen in Istanbul ansässig sind und auf die Qualifikation und die Doppelsprachigkeit der Absolventen vertrauen. So ist es kein Zufall, dass die meisten Studenten schon weit vor ihrem Abschluss einen Arbeitsplatz sicher haben.
Seit der Gründung im Jahre 1991 bietet die Marmara-Universität in Istanbul ein deutschsprachiges Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Wirtschaftsinformatik nach deutschem Vorbild an. Dieses Projekt beruht auf einem Regierungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkischen Republik. Etwa 400 Studenten studieren beide Fächer an der drittgrößten Universität des Landes. "Der Studiengang Wirtschaftsinformatik war zum Gründungszeitpunkt einmalig in der Türkei. Der Reiz liegt aber nicht nur an der Vermittlung von Wissen, sondern auch in den Erfahrungen mit einem unterschiedlichen Universitätssystem. So fällt auf, dass die Studenten sehr lernbegierig sind und im Veranstaltungsbetrieb wenig Handys und Laptops nutzen, so dass eine angenehme Lern- und Lehrsituation entsteht. Außerdem ist der Anteil der Studentinnen in einem technisch geprägten Fach wie Wirtschaftsinformatik für deutsche Verhältnisse mit ca. 50% extrem hoch", so FH- Professor Dr. Wolfgang Riggert.
Aber nicht nur der Export der Lehre bildet eine Verbindung. Seit Juli gibt es Besuch aus der Türkei an der Fachhochschule in der Wirtschaftsinformatik. Ein Student aus Istanbul absolviert ein Praktikum außerhalb des Studiums. Kerem Torgun möchte etwas jenseits des Studiums über die Hochschullandschaft erfahren und arbeitet deshalb in vielen Bereichen der Fachhochschule mit. Neben der IT, für die er in der Wirtschaftsinformatik ein Testlabor für die neue Internetversion IPv6 aufbaut, besucht er das Präsidium, informiert sich über das Qualitätsmanagement und macht sich mit der Gleichstellung vertraut. Die Fachhochschule sieht hierin auch einen Beitrag zur Internationalisierung und vor allem zur Verständigung beider Länder.
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Datum: 01.08.2012 - 14:18 Uhr
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