Investoren wollen Hertie wiederbeleben
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wiederauferstehen lassen - als Online-Shop mit Vollsortiment. Die HDK
AG in Osnabrück hat dem Hertie-Insolvenzverwalter Biner Bähr von der
Kanzlei White&Case die Marke abgekauft. Dies berichtet die
Fachzeitschrift TextilWirtschaft (Deutscher Fachverlag) in ihrer
aktuellen Ausgabe. Hinter HDK stehen die Brüder Nils (32) und Jan
Klöker (34). Beide sind eigenen Angaben zufolge seit 15 Jahren
selbstständig im Online-Handel tätig und führen Shops wie Tepgo.de
(Teppiche), Serviette.de (Tischdeko) und Telefon.de
(Telekommunikation) mit insgesamt 40 Mitarbeitern.
"Wir wollen Hertie als Online-Kaufhaus wiederbeleben", sagt Oliver
Pohlmann, der als Berater für HDK tätig ist. Als Vorbilder nennt er
Amazon und Otto. "Hertie - Viel Spaß beim Einkaufen", soll der neue
Slogan heißen. Hertie will die ganze Familie bedienen. Als
Besonderheit werde den Kunden eine kostenfreie persönliche Beratung
per Telefon angeboten, die z. B. bei Tepgo zu sehr guten Ergebnissen
führe. Eine genaue Vorstellung von ihrem Sortiment haben die
Unternehmer noch nicht, wie die TextilWirtschaft berichtet. Es werde
daran gearbeitet. "Die meisten Lieferanten sind froh über jeden neuen
Player. Schließlich ist der Online-Markt wesentlich konzentrierter
als das stationäre Geschäft", sagt Pohlmann. Der Neustart für
Hertie.de soll zwischen Ende 2012 und Mitte 2013 stattfinden.
Die Kosten für die Übernahme der Markenrechte will Pohlmann nicht
bekanntgeben. Es habe mehrere Interessenten gegeben, der Preis sei
deshalb nicht unerheblich, aber durchaus gerechtfertigt: "Dafür aber
wurde eine Marke gesichert, die immer noch 80 Prozent der Deutschen
kennen." Neue Player wie Zalando müssten für solche Werte erstmal
mehrere hundert Millionen Euro investieren. Die Hertie-Insolvenz war
eine der größten Pleiten im deutschen Einzelhandel. Im August 2009
schloss das letzte der einst zu Karstadt gehörenden 73 Warenhäuser.
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Datum: 02.08.2012 - 08:38 Uhr
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