Südwest Presse: Kommentar: Transplantation
ID: 693756
Was für die Organspende gilt, ist für die Transplantation genauso
unabdingbar: Absolut transparent muss sein, woher die Organe stammen,
wer sie aus welchen Gründen erhält und wie die Verfahren zur Auswahl
der Empfänger ablaufen. Mediziner können auch nicht mit einer
Verwarnung davonkommen, wenn sie gegen solche Vorgaben verstoßen. Es
müssen ihnen empfindliche Strafen bis hin zum Berufsverbot drohen.
Schließlich geht es letztlich um Menschen, die sterben, weil ein
anderer - aus welchen Gründen auch immer - vorgezogen wird. Die
Vorfälle in Göttingen und Regensburg lehren: Organverpflanzung geht
wie die Organentnahme an Grenzen, die eines hohen medizinischen
Könnens und einer immensen ethischen Integrität der handelnden Ärzte
bedürfen. Diese durchzuhalten, wird durch zunehmenden ökonomischen
Druck erschwert. Kliniken müssen wegen der Bezahlung nach
Fallpauschalen vor allem danach trachten, ihre teuren OP-Säle voll
auszulasten. Und jede Organtransplantation spielt fünf- bis
sechsstellige Summen ein. Solche Ursachen verschweigen die
Gesundheitspolitiker gern. Das Fallpauschalensystem hat das Gegenteil
all seiner verkündeten Ziele erreicht. Es gehört so radikal
reformiert wie die Kontrolle der Transplantationen und das Aufstellen
der Wartelisten - in Deutschland und Europa. Sonst ist nur fraglich,
wann der nächste Skandal um Organhandel ans Licht kommt.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.08.2012 - 19:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 693756
Anzahl Zeichen: 1654
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 307 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar: Transplantation"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Allg. Zeitung Mainz: Eiskalt statt lupenrein / Kommentar zu Putin ...
Wladimir Putin habe sich "weicher" geäußert als früher, meint der Verteidiger der Frauen-Punkband Pussy Riot. Der Anwalt geht auf Schmusekurs. Das ehrt ihn, denn es würde Putin nur einen Anruf kosten, und die drei jungen Frauen fänden sich für Jahre im Kerker wieder. Wladimir Put
Allg. Zeitung Mainz: Unvermeidbar / Kommentar zum Fall Drygalla und zur politischen Hygiene im Sport ...
Nimmt unsere Abgrenzung zu rechtsradikalem Gedankengut hysterische Züge an, wenn ein Bariton in Bayreuth nicht singen darf, weil er sich als jugendliches Mitglied einer Metal-Band ein Hakenkreuz tätowieren ließ? Nehmen wir eine junge Ruderin in Sippenhaftung dafür, dass sie mit einem Rechtsr
Westdeutsche Zeitung: Organspenden = von Frank Uferkamp ...
Was aus Göttingen und Regensburg an die Öffentlichkeit dringt, ist atemverschlagend: Aus reinem Profitstreben, man kann es auch Gier nennen, war offenkundig zumindest ein Arzt bereit, Organe spendablen Patienten zu geben. Damit hat er das Vertrauen der Spende schlicht verkauft und dem ganzen
Westfalen-Blatt: Steuerzahlerbund-Präsident Reiner Holznagel warnt vor Folgen der teuren Euro-Rettung ...
Der Bund der Steuerzahler erwartet ein hohes Risiko aus der Finanzhilfe für die spanischen Banken. Sollte der deutsche Haftungsanteil in Höhe von 29 Milliarden Euro tatsächlich fällig werden, müsse rechnerisch die Mehrwertsteuer in Deutschland ein Jahr lang um drei Prozentpunkte angehoben w




