Badische Neueste Nachrichten: Selbstbeschäftigung

Badische Neueste Nachrichten: Selbstbeschäftigung

ID: 696592
(ots) - Sie reden, mal wieder, aneinander vorbei. Ob
schwule und lesbische Paare die gleichen Steuervorteile haben sollen
wie ein Ehepaar - darüber lässt sich durchaus kontrovers diskutieren.
Politisch brisanter allerdings ist eine ganz andere Frage: Hat das
gute alte Ehegattensplitting nach mehr als 50 Jahren überhaupt noch
eine Zukunft? Der Streit, in den Union und FDP sich verbissen haben,
ist typisch für die Koalition. Für den Lohn kurzzeitiger
Aufmerksamkeit haben ein gutes Dutzend CDU-Abgeordneter und die halbe
FDP eine Diskussion losgetreten, die auch denen nichts nutzen wird,
in deren Interesse sie angeblich geführt wird - den homosexuellen
Paaren. Die Evaluation aller familienpolitischen Leistungen, von
Ministerin Kristina Schröder für das nächste Jahr versprochen, wird
ja vor allem eines zeigen: Das Ehegattensplitting, dessen Fundament
die klassische Alleinverdienerfamilie ist, erfüllt seinen Zweck schon
lange nicht mehr, nämlich Familien mit Kindern zu stärken. Eine
Koalition, die ihren Arbeitsauftrag noch ernst nimmt, führt deshalb
keine verkorkste Gleichberechtigungsdebatte, sondern sucht nach
Alternativen zum Splitting. Oder ist sie dazu schon nicht mehr in der
Lage? Dass der erste FDP-Vorständler schon damit droht, das
Betreuungsgeld im Bundestag abzulehnen, wenn die CSU sich den
liberalen Splittingplänen widersetzt, spricht Bände. Ein Jahr vor der
Bundestagswahl arbeiten Union und FDP offenbar schon auf eigene
Rechnung. Die Christsozialen haben einen Ruf als letzte Bastion der
Konservativen zu verteidigen und sperren sich schon deshalb gegen
eine Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Paaren im
Steuerrecht. Die FDP versucht genau mit dieser Gleichstellung ihr
liberales Profil zu schärfen - und die CDU steht, wie so oft,
unentschlossen dazwischen. Mit dieser Politik der permanenten


Selbstbeschäftigung wird es das Ehegattensplitting auch in 50 Jahren
noch geben.



Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung@bnn.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Badische Neueste Nachrichten: Propagandaspiel Badische Neueste Nachrichten: Verspieltes Vertrauen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.08.2012 - 21:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 696592
Anzahl Zeichen: 2276

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Karlsruhe



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 349 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Badische Neueste Nachrichten: Selbstbeschäftigung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Badische Neueste Nachrichten (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Badische Neueste Nachrichten: Der mündige Verbraucher ...
Auf der Zielgeraden der Legislaturperiode haben Union und FDP noch ein Gesetz durch den Bundesrat bekommen, das die Rechte der Verbraucher nachhaltig stärkt. Mit abschreckend hohen Bußgeldern und neuen Obergrenzen für Gebühren will es unlauterer Telefonwerbung, übereifrigen Inkassobüro


Weitere Mitteilungen von Badische Neueste Nachrichten


Weser-Kurier: Kommentar zur UN-Konvention gegen Korruption ...
Deutschland ist keine Bananenrepublik. Doch das Kopfschütteln - weltweit und nun auch bei den Top-Managern der deutschen Dax-Konzerne - über die andauernde Blockade der UN-Konvention gegen Korruption durch Union und FDP zeigt, dass das Verhältnis zur Korruption hierzulande zumindest zwiespäl

Schwäbische Zeitung: Bildung zahlt sich aus - Kommentar ...
Was Annette Schavan still beerdigt hat, lässt die FDP laut auferstehen: Die Idee des Bildungssparens als neue Form vermögenswirksamer Leistungen. Der Staat prämiert eigene Anstrengungen, und wofür könnten die sinnvoller sein als für die Bildung? Einiges an diesem Vorstoß ist trotzdem

Schwäbische Zeitung: An die Außenwirkung denken - Kommentar ...
Seit Freiherr zu Guttenberg zurücktrat, wird das Verteidigungsministerium von Thomas de Maizière geführt. Der ist ein umtriebig, ein kritischer Geist, dem es mehr um die Sache geht als um die Show. Trotzdem werden in seinem Ministerium Entscheidungen gefällt, bei denen man sich fragt, ob jeman

Rheinische Post: Kommentar: Operation Rücken ...
Die Beschwerde der Krankenkassen, die Zahl der Bandscheiben-OP in Deutschland nehme unverhältnismäßig zu, weil immer mehr Kliniken an den Erlösen interessiert seien, wirkt einerseits wie wohlfeile Ärzteschelte. Die Kassen, so könnte man argumentieren, achten ebenfalls aufs Geld, und womögli


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z