Bewerbungsgespräche führen und rhetorisch dabei glänzen
Jeder, der zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, kennt die Fragen darin: Erzählen Sie etwas von sich oder warum interessieren Sie sich für diese Stelle? Das sind wahre Klassiker unter Personalern. Wie können Sie, mit einfachen körpersprachlichen und rhetorischen Tricks, einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Der erste Eindruck entsteht binnen Bruchteilen von Sekunden, ohne dass Sie überhaupt etwas gesagt haben müssen. Visuelle Informationen verarbeitet das Gehirn deutlich schneller als akustische Signale. Von daher sollten Sie auf der Ebene der Körpersprache sich einiger Sachen bewusst sein. Erwidern Sie bei der Begrüßung den Händedruck und achten Sie beim Blickkontakt auf ein gesundes Maß. Zu wenig Blickkontakt stellt Sie als schüchtern dar und zu viel Blickkontakt neigt dazu aggressiv und zu selbstbewusst zu erscheinen. Damit ist es mit der Körpersprache nicht vorbei. Besonders im weiteren Verlauf des Gesprächs sagt die Körpersprache viel aus. Menschen zu denen eine Vertrauensbasis aufgebaut werden soll, können in ihrer Körpersprache „kopiert“ werden. In der Psychologie ist das als Pacing bekannt. Verhaltensweisen werden dabei immer mehr der beteiligten Person angeglichen.
Die Körpersprache alleine reicht aber nicht aus, um einen Personaler zu überzeugen. Das was Sie sagen beeinflusst maßgeblich Ihr Bild. Nutzen Sie die Techniken der Rhetorik, denn mit ihrer Hilfe kann es gelingen, geeignete Strategien zu entwickeln um Unsicherheiten und Sprachlosigkeit zu vermeiden.
Verhaspeln Sie sich nicht in Endlossätzen, aus denen Sie nicht wieder herausfinden. Gestalten Sie ihre Sätze kurz und achten Sie darauf, dass die Kernbotschaft klar zum Vorschein kommt. Am besten tun Sie das, in dem Sie die Aufmerksamkeit des Gegenübers, durch einen begeisternden Erzählstil erregen und dazu möglichst bildhafte Beispiele nutzen, die Zusammenhänge klar darstellen. Besonders bei Fragestellungen Ihrerseits kommt es auf die Formulierung an. Warum-Fragen klingen leicht nach Kritik und sollten daher vermieden werden. Besser sind Fragen, die eine längere Auskunft erfordern. Wer-, Was- und Wie-Fragen könnten Sie dafür verwenden. Sie sollten aber nicht zuerst nach Urlaubsgeld, Firmenwagen und Firmenhandy erkundigen. Diese Fragen können Sie stellen, wenn Ihnen die Stelle konkret angeboten wird. Was interessiert Sie an der zukünftigen Stelle? Fragen Sie nach mit wem Sie zusammenarbeiten werden. Gern gesehen sind auch Fragen zu Entwicklungsmöglichkeiten und Unternehmensstrategien. Nicht nur reden will gekonnt sein, auch zuhören muss man können. Bei einem Bewerbungsgespräch kommt es fast immer vor, dass der zukünftige Chef ausführlich die Vorzüge des Unternehmens schildert. Diese Phase wird von manchen Bewerbern dazu genutzt, um sich innerlich zurückzulehnen und sich erneut zu konzentrieren. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen, um aktiv zu zuhören. Wenden Sie sich der sprechenden Person zu und signalisieren Sie mit einem Lächeln oder einem Kopfnicken, dass Sie in dieser scheinbar passiven Gesprächsphase, aufmerksam und interessiert zuhören. Kurze Anmerkungen verstärken diesen Eindruck noch.
Wichtig ist hierbei ist, dass Sie diese Situationen „trainieren“, um in der gewünschten „Stress“-Situation Automatismen zu entwickeln, die Ihnen das Bewerbungsgespräch leichter machen und einen bleibenden Eindruck bei Ihrem Gegenüber hinterlassen – frei nach dem Motto: „Übung macht den Meister“.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Freigabedatum: 21.08.2012
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