Förderkredite für die Agrarwirtschaft weiterhin Spiegelbild einer regen Investitionstätigkeit
ID: 707464
Wirtschaftsgebäude, Maschinen und Landkäufe wachsen zweistellig,
Förderkredite für erneuerbare Energien unter Vorjahr, Anteil bei rd.
30 %.
- Emissionstätigkeit: zwei Drittel des mittel- und langfristigen
Kapitalbedarfs für 2012 bereits gedeckt, Euro wichtigste
Währung.
- Ertragsentwicklung: Zinsüberschuss und operatives Ergebnis (HGB
und IFRS) gestiegen. IFRS-Bewertungsergebnisse im Plus, aber
weiter sehr volatil. Kernkapitalquote 21,2 %,
Gesamteigenkapitalquote 27,8 %.
Eine lebhafte Nachfrage nach zinsgünstigen Programmkrediten für
die Agrarwirtschaft und eine positive Ertragsentwicklung prägten die
Geschäftsentwicklung der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt
am Main, im ersten Halbjahr 2012. Dies geht aus dem heute
veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht der Förderbank für die
Agrarwirtschaft hervor. Danach konnten in den ersten sechs Monaten
des Jahres erneut deutlich mehr Förderkredite für Wirtschaftsgebäude,
Maschinen und Landkäufe sowie für Fotovoltaikanlagen zugesagt werden.
Aufgrund deutlich niedrigerer Finanzierungen von Biogasanlagen lag
das Neugeschäft im Förderbereich Erneuerbare Energien insgesamt
jedoch unter dem Vorjahr. Auf erneuerbare Energien entfielen in den
ersten sechs Monaten dennoch rd. 30 % des Neugeschäftes im Rahmen der
Programmkredite. Wegen der anhaltend günstigen Wirtschaftslage
benötigten die Unternehmen zudem nur wenig Liquiditätshilfedarlehen
zur Überbrückung von Finanzierungsengpässen. Die zinsgünstigen
Programmkredite lagen in den ersten sechs Monaten mit 2,9 Mrd. EUR
rd. 2 % über dem Vorjahr. Der hieraus resultierende Darlehensbestand
lag Ende Juni mit 28,1 Mrd. EUR (26,8 Mrd. EUR) um 4,9 % (5,7 %) über
dem Jahresultimo. Vom gesamten Fördervolumen von 66,6 Mrd. EUR (66,7
Mrd. EUR) entfielen 42 % (40 %) auf Programmkredite. "Unsere
Fördertätigkeit konzentriert sich immer stärker auf Programmkredite.
Mit den Schwerpunkten Land- und Ernährungswirtschaft, Erneuerbare
Energien und Ländliche Entwicklung dienen sie der
zukunftsorientierten, nachhaltigen und integralen Entwicklung der
Agrarwirtschaft und des ländlichen Raums. Wir sorgen damit
insbesondere in Zeiten von Finanzmarktverwerfungen für zinsgünstige
und stabile Finanzierungsbedingungen im gesamten Agrarsektor", so
Horst Reinhardt, für Förderaktivitäten zuständiges Mitglied des
Vorstands der Rentenbank.
Ertragsentwicklung positiv
Die anhaltend positive Ertragsentwicklung der Förderbank setzte
sich im ersten Halbjahr 2012 fort. Sowohl der Zinsüberschuss als auch
das operative Ergebnis konnten an das hohe Niveau des Vorjahres
anknüpfen. Die Förderbank weist im HGB-Einzelabschluss einen um rd.
16 % gestiegenen Zwischengewinn von 171,7 Mio. EUR (147,5 Mio. EUR)
aus.
IFRS-Abschluss: operatives Ergebnis gestiegen,
Bewertungsergebnisse im Plus, aber weiter volatil
Das operative Ergebnis nach IFRS stieg im ersten Halbjahr 2012 um
8,9 % auf 156,8 Mio. EUR (144,0 Mio. EUR). Das
Konzernzwischenergebnis wuchs unter Berücksichtigung des positiven
Ergebnisses aus Fair Value- und Hedge-Bewertung um 24,5 % auf 190,7
Mio. EUR (153,2 Mio. EUR). Außerdem wurden entsprechend den
Rechnungslegungsvorschriften der IFRS positive Bewertungskorrekturen
in Höhe von 277,7 Mio. EUR (25,2 Mio. EUR) erfolgsneutral in der
Neubewertungsrücklage verbucht. Das Konzerngesamtergebnis, das alle
Bewertungskorrekturen berücksichtigt, stieg auf 468,4 Mio. EUR (178,4
Mio. EUR). "Die Marktparameter sind nach wie vor sehr volatil und
lassen deshalb keine Prognose der Bewertungsergebnisse zu. Teilweise
stehen die positiven Bewertungsergebnisse des ersten Halbjahres im
Zusammenhang mit den in Vorjahren ausgewiesenen Bewertungsverlusten.
Der Anstieg der operativen Zahlen dürfte sich in der zweiten
Jahreshälfte nicht fortsetzen. Dennoch erwarten wir ein Ergebnis
leicht über dem Vorjahr", so Hans Bernhardt, für Finanzen zuständiges
Vorstandsmitglied der Rentenbank.
Bilanzsumme 81,6 Mrd. EUR
Mit 81,6 Mrd. EUR (81,3 Mrd. EUR) lag die Bilanzsumme (HGB) Ende
Juni 2012 leicht über der am Jahresultimo. Insbesondere durch die
höhere Nachfrage nach Förderkrediten wuchsen die Forderungen an
Kreditinstitute auf der Aktivseite der Bilanz auf 53,5 Mrd. EUR (51,8
Mrd. EUR). Der Wertpapierbestand valutierte Ende Juni aufgrund von
Fälligkeiten und verhaltenem Neugeschäft mit 23,0 Mrd. EUR (25,2 Mrd.
EUR).
Verbriefte Verbindlichkeiten 62,6 Mrd. EUR
Auf der Passivseite der Bilanz bildet der Bestand verbriefter
Verbindlichkeiten mit 62,6 Mrd. EUR (62,8 Mrd. EUR) den größten
Einzelposten. Zur Finanzierung ihres Aktivgeschäfts nahm die
Förderbank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 6,3 Mrd.
EUR (7,5 Mrd. EUR) mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel auf,
darunter 5,6 Mrd. EUR (4,2 Mrd. EUR) im Rahmen ihres Euro Medium Term
Note-Programms (EMTN). Außerdem platzierte die Förderbank im ersten
Halbjahr Kangaroo-Bonds im Gegenwert von 0,7 Mrd. EUR (1,4 Mrd. EUR)
unter ihrem australischen MTN-Programm. Die wichtigste
Emissionswährung in den ersten sechs Monaten war der Euro mit 63,6 %
(26,4 %) der Mittelaufnahme, gefolgt vom Australischen Dollar mit
einem Anteil von 11,8 % (19,4 %).
Höhere Eigenkapitalquoten
Die bilanziellen Eigenmittel (einschließlich nachrangiger
Verbindlichkeiten) beliefen sich am 30.06.2012 auf 3,6 Mrd. EUR (3,6
Mrd. EUR). Sowohl die nach der Solvabilitätsverordnung errechnete
Gesamteigenkapitalquote als auch die Kernkapitalquote verbesserten
sich verglichen mit dem Jahresultimo 2011. Mit 27,8 % (25,7 %) bzw.
21,2 % (16,7%) lagen diese Kennziffern weiter deutlich über den
aufsichtsrechtlichen Anforderungen.
Die vollständige Presseinformation und den Halbjahresfinanzbericht
finden Sie im Internet unter: www.rentenbank.de
Pressekontakt:
Juliane Wolff
Tel.: 069/2107-393
Fax: 069/2107-6447
E-Mail: wolff@rentenbank.de
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Datum: 27.08.2012 - 10:52 Uhr
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