Lausitzer Rundschau: Mehr Kontrolle bei Organspenden / Halbherziger Anfang / Von Stefan Vetter

Lausitzer Rundschau: Mehr Kontrolle bei Organspenden / Halbherziger Anfang / Von Stefan Vetter

ID: 708059
(ots) - Vertrauen ist der Anfang von Allem. Mit diesem
Slogan warb ein großes deutsches Geldinstitut einst um Kundschaft.
Das Motto lässt sich zweifellos auch auf die gegenwärtige Situation
im Zuge der jüngsten Transplantations-Skandale übertragen. Wohl den
allermeisten Menschen fehlt schlicht das Vertrauen, in eine
Organspende einzuwilligen, weil ein paar schwarze Schafe in der
Ärzteschaft damit offenkundig persönliche Geschäfte zu ihrem
finanziellen Vorteil gemacht haben. Die Brisanz dieser Misere hat
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr nun endlich erkannt. Soll die
in wenigen Wochen beginnende Offensive der Krankenkassen für die
breite Akzeptanz eines Organspenderausweises nicht zum Rohkrepierer
werden, muss der FDP-Politiker für schärfere Kontrollen und mehr
Transparenz bei der Organvergabe sorgen. Die jüngste Spitzenrunde in
seinem Ministerium war dafür immerhin ein Anfang. Allerdings wurde
auch die Halbherzigkeit des Unterfangens sichtbar. Bei den Strukturen
soll praktisch alles beim Alten bleiben. Zentrale Instanz im Dickicht
des Transplantationswesens ist weiter die Bundesärztekammer. Sie legt
auch die Kriterien fest, nach denen die Organe verteilt werden. Ob
jedoch ein Spender-Organ eine lange Lebensdauer sichern oder einem in
akuter Lebensgefahr schwebenden Patienten zugute+kommen soll, ist
eine zutiefst ethische Frage, die nicht nur von einer
Standesorganisation entschieden werden darf. Damit muss sich auch die
Politik befassen. Um wieder Vertrauen in die Organspende
herzustellen, ist jedenfalls mehr notwendig, als nur an ein paar
wenigen Gesetzes-Schräubchen zu drehen.



Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue OZ: Kommentar zu Organspende Lausitzer Rundschau: Kosten-Explosion beim Bau der schiffbaren Kanäle im Lausitzer Seenland / Kollektives Versagen / Von Kathleen Weser
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.08.2012 - 22:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 708059
Anzahl Zeichen: 1930

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Cottbus



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 267 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Mehr Kontrolle bei Organspenden / Halbherziger Anfang / Von Stefan Vetter"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Eine Regel zu viel - zur 2G-plus-Praxis in der Gastronomie ...
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die

Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet

Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü


Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau


Lausitzer Rundschau: Kosten-Explosion beim Bau der schiffbaren Kanäle im Lausitzer Seenland / Kollektives Versagen / Von Kathleen Weser ...
Sie haben gemeinschaftlich versagt: Bauherr und Projektplaner, Finanziers und Wächter über die Braunkohle-Sanierungsmillionen. Beim Bau der beiden größten Schiffswege im brandenburgischen Teil des Lausitzer Seenlandes gibt es so manche Ungereimtheit. Denn Kostensteigerungen an den beiden sc

Neue OZ: Kommentar zu Organspende ...
Mut und Vertrauen Nach dem Organspendeskandal von Göttingen bemühen sich Politiker und Vertreter des Gesundheitssystems um Schadensbegrenzung. Denn Fakt ist: Die Manipulationen haben die Spendebereitschaft der Deutschen beeinträchtigt. Das ist fatal. Zu viele Patienten warten auf ein Organ

BERLINER MORGENPOST: Mut zur Umkehr in der Energiepolitik Daniel Wetzelüber den Energiegipfel im Bundeskanzleramt ...
Kommt jetzt die Wende zum Besseren? Seit Montag dieser Woche ist Angela Merkels Energiepolitik nicht mehr "alternativlos". Denn Top-Ökonomen haben im Kanzleramt einen Gegenentwurf zu dem umstrittenen Ökostromgesetz EEG vorgelegt - gerade noch rechtzeitig vor dem Energiegip

Trierischer Volksfreund: Mehr Kontrollen bei der Organspende - Leitartikel, Trierischer Volksfreund, 28.08.2012 ...
Vertrauen ist der Anfang von Allem. Mit diesem Slogan warb ein großes deutsches Geldinstitut einst um Kundschaft. Das Motto lässt sich zweifellos auch auf die gegenwärtige Situation im Zuge der jüngsten Transplantations-Skandale übertragen. Wohl den allermeisten Menschen fehlt schlicht das


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z