Zuckerrüben: Deutlich gestiegene Zuckergehalte in Proberodungen
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Zuckerrüben: Deutlich gestiegene Zuckergehalte in Proberodungen
(aid) - Neun Tonnen Zucker aus einem Hektar Zuckerrüben - das ist das zufrieden stellende Ergebnis der Proberodung von Zuckerrüben in den nord-, west- und ostdeutschen Anbauregionen. Die Zuckergehalte erreichen zwar nicht das Vorjahresniveau, liegen aber rund 7 Prozent über dem sehr guten fünfjährigen Mittel, meldet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ, Elsdorf). Ermittelt wurden ein durchschnittlicher Ertrag von 55 Tonnen Zuckerrüben je Hektar und ein Zuckergehalt von etwa 16,3 Prozent.
Auch in Süddeutschland zeigen die aktuellen Proberodungen einen überdurchschnittlich hohen Zuckergehalt. Nach Angaben der Beratung und Information für den Süddeutschen Zuckerrübenanbau (BISZ) liegt der Zuckergehalt mit 17,4 Prozent über dem Zuckergehalt des Vorjahres (16 %). Rund 62,5 Tonnen Rüben je Hektar wurden ermittelt, der Zuckerertrag mit 9,7 Tonnen je Hektar befindet sich auf einem überdurchschnittlichen Niveau.
Die Proberodungen, die ab etwa Mitte Juli erfolgen, liefern wichtige Daten für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Zuckerfabriken. Sie geben frühzeitig Aufschluss über die zu erwartenden Ernteergebnisse und die mögliche Erfüllung der Rübenquote in den Betrieben. Für die Zuckerfabriken sind sie notwendig für eine verlässliche Ernteplanung - die sogenannte "Kampagne-Planung".
Unter "LIZ-Proberodung" auf www.liz-online.de können Interessierte die aktuelle Entwicklung von Ertrag und Qualität der Zuckerrüben mit Regionen und Mehrjahresvergleich verfolgen. Daten der Proberodungen im süddeutschen Raum sind auf der BISZ-Internetseite unter bisz.suedzucker.de zu finden.
Übrigens: Rüben mit überdurchschnittlich viel Blatt - wie in diesem Jahr sehr häufig zu finden - haben nicht zwangsläufig einen hohen Zuckerertrag zur Folge. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gibt es ein für den Zuckerertrag optimales Verhältnis von Blattfläche zu Bodenoberfläche, ausgedrückt durch den sogenannten Blattflächenindex (BFI), der bei etwa 3,5 liegt. Wird er unterschritten, ist nicht genügend Assimilationsfläche vorhanden, um die verfügbare Sonnenenergie auszunutzen. Wird er überschritten, hat die Pflanze für die Bildung von viel Blattmasse Energie verbraucht, die der Zuckerertragsbildung nicht mehr zur Verfügung steht.
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Datum: 29.08.2012 - 10:30 Uhr
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