Technology Reviewüber Analyse-Software im E-Book / Spion im E-Book
ID: 709579
gelesen? In welchem Zeitraum? Oder nach drei Kapiteln abgebrochen?
Was bei der Lektüre eines gedruckten Buches niemand erfährt, kann bei
Lesern von elektronischen Büchern die Software des US-Startups
Hiptype analysieren, schreibt das Technologie-Magazin Technology
Review in seiner Ausgabe 9/2012.
Der E-Book-Leser ist für Verlage bald kein unbekanntes Wesen mehr:
Hiptype analysiert, an welcher Stelle Nutzer zu lesen beginnen, wo
sie aufhören und welche Zitate sie mit anderen Nutzern austauschen.
Diese Angaben zum Leseverhalten helfen Verlagen, ihre Leser
einzuschätzen - jenseits von Verkaufszahlen und Pressereaktionen. Das
Verfahren wird derzeit von einzelnen Verlagen getestet und läuft
bereits im Apple iBookstore für iPad und iPhone. Andere Lesegeräte
dürften folgen.
Hiptype kann selbst in kostenlosen Leseproben stecken. Die
Software ist günstig: Selbstverleger können für knapp 20 US-Dollar
pro Buch und Monat bis zu 1000 Leser "messen". Verlagshäuser zahlen
100 US-Dollar für bis zu 500.000 Leser pro Titel. Darin enthalten ist
ein Werbemanagement; Leser erhalten zudem automatisch Angebote für
neue Titel.
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Anja Plesse
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Datum: 29.08.2012 - 14:09 Uhr
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